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90 bewegte Jahre: Fördertechnikspezialist Louis Schierholz hat Grund zum Feiern


JUBILÄUM

Ein reibungsloser Materialfluss war schon immer Hauptanliegen der Louis Schierholz GmbH aus Bremen. 2015 durfte der Fördertechnikspezialist auf 90 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken.

Am Anfang ihrer Unternehmensgeschichte stand die Louis Schierholz GmbH, die 1925 in Bremen von Louis und Herrmann Schierholz gegründet wurde, noch ganz im Zeichen der Herstellung von Eisenkonstruktionen. Was als Stahlbauschlosserei für Landwirtschaft, Handwerk und Kleinindustrie begann, entwickelte sich jedoch schnell zur Schmiede für Förder- und Hebetechnik. Bereits 1935 lieferte das Unternehmen die erste Hängebahnanlage an Industriekunden. Sie ermöglichte es, die Produktion von Waren reibungsloser zu gestalten.

Mit der wachsenden Automobilindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg gehören ab 1948 vor allem Unternehmen wie Ford, Opel, Borgward und Lloyd zu den Kunden des Fördertechnikspezialisten. Und auch andere Wirtschaftszweige werden auf die Materialflusslösungen des Herstellers aufmerksam. Ab 1955 beliefert Schierholz die Deutsche Bundespost, die die speziell angefertigten Postbeutel-Hängebahnen in ihren Briefverteilzentren nutzt.

Fokus auf Fördertechnik

Der wachsende Kundenstamm im Bereich Fördertechnik und die Weiterentwicklung der hauseigenen Produktpalette bewegt das Unternehmen Mitte der 70er-Jahre schließlich dazu, sich ausschließlich auf die Entwicklung von Materialfluss­lösungen zu konzentrieren. Ein lohnenswerter Schritt – präsentierte Schierholz doch 1987 die erste ohne zusätzliche Hilfsmittel steigbare Elektrohängebahn, die sich vor allem in der Automobilindustrie großer Beliebtheit erfreute, da sie bis zu 90-Grad-Steigungen meistern und kostenintensive Hubwerke ersetzen konnte.

Mit dieser Innovation legte das Unternehmen von der Weser nach eigenen Angaben den technologischen Grundstein für seine heutigen Transport- und Logistiksysteme, unter anderem die „Power & Free“-Technologie, die  für Temperaturen bis 250 Grad Celsius ausgelegt ist, sowie die Einführung der Bodenfördertechnik. Letztere ermögliche insbesondere Zulieferern aus der Automobilbranche die vereinfachte Oberflächenbeschichtung großer Kunststoffteile.

Aber auch andere Wirtschaftszweige interessierten sich aufgrund ihrer individuellen technischen Ansprüche für die Produkte des Unternehmens. So entwickelte Schierholz beispielsweise für die Lebensmittelindustrie Fördersysteme aus Edelstahl, mit denen auch strenge Hygienevorschriften in Produktion und Zubereitung eingehalten werden können. Ein Vorteil, der inzwischen auch Kunden aus dem Luftfahrtbereich anspricht. Die Schierholz-Fördertechniksysteme werden unter anderem von Airlines wie Lufthansa, Emirates und Cathay Pacific im Bordservice zum Transport, zur Be­stückung sowie zur Reinigung von Catering-Carts eingesetzt.

Aber nicht nur die Produkte der Bremer sind rund um die Welt zu finden, auch Schierholz selbst ist inzwischen in sieben Ländern, darunter Tschechien, die USA und Russland, durch Vertriebspartner vertreten. Eine Entwicklung, die bei Schierholz auch zukünftig im Vordergrund stehen soll. So plant das Unternehmen nach eigenen Angaben unter anderem, das Exportgeschäft zu erweitern. Wie Schierholz berichtet, stehen zudem für die kommenden Jahre Investitionen in den Stammsitz sowie weitere Produkt­entwicklungen auf dem Programm. Damit die kommenden 90 Jahre genauso erfolgreich werden wie die vergangenen.
sln



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