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Karriere: Digitalisierung fordert Unternehmen

Größte Herausforderungen sind Fachkräftemangel und Change-Prozesse.


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Zunehmende Digitalisierung und die damit einhergehenden Herausforderungen könnten laut der Onlineumfrage „HR Future-Trends 2016“ zu einer Zweiklassengesellschaft bei deutschen Unternehmen führen – jenen Firmen, die mit den Entwicklungen von Industrie 4.0 Schritt halten und jenen, die den Anforderungen nicht gewachsen sind. Das gab die Bonner Agentur ohne Namen, die die Umfrage jährlich durchführt, der Presse gegenüber bekannt.

„Tiefdruckgebiete“ im Auge behalten

Laut der Umfrage, die in diesem Jahr unter dem Thema „Veränderung und Transformation im Windschatten von Industrie 4.0 und Digitalisierung“ stand, steht ein Großteil der Belegschaften der insgesamt 103 befragten Unternehmen „am Rande eines Burnouts“. Grund sind laut Agentur die wachsende Unsicherheit, die mit zunehmender Digitalisierung einhergehen sowie der steigende Fachkräftemangel, demografischer Wandel und massive Veränderungsprozesse. Diese Herausforderungen sorgen nach Angaben der Autoren für fünf sogenannte „Tiefdruckgebiete“, die Unternehmen im Auge behalten sollten, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben:

  • Arbeitsvolumen: Laut der Umfrage geben heute schon 54,1 Prozent der Unternehmen an, nicht genügend qualifizierte Bewerbungen zu bekommen, 41,9 Prozent klagen über akuten Fachkräftemangel. Gerade die Jobs, die von Automatisierung und Digitalisierung betroffen sein werden, sind komplexer und verlangen mehr persönlichen Einsatz. Kompetenzen wie Querdenken, mentale Flexibilität und interkulturelle Kompetenzen werden künftig an Bedeutung gewinnen.
  • Beschleunigte Change-Prozesse: Unternehmen durchlaufen nach Angaben der Autoren immer häufiger Veränderungsprozesse, um mit der Digitalisierung und dem Innovationsdruck Schritt halten zu können. Allerdings sind diese Prozesse nicht durch entsprechende Personalentwicklungs- und Weiterbildungsprogramme begleitet - gaben 40 Prozent der Befragten an.
  • Zunehmende Emotionsarbeit: Der steigende Bedarf an Emotions- und Beziehungsarbeit ist eine der größten Belastungen, die auf die Mitarbeitenden zukommt. 44,6 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie eine Zunahme der psychischen Belastung feststellen. Laut Agentur ohne Namen rühre dies auch daher, dass vor allem Menschen in technischen Berufen auf die vermehrt dienstleistungsorientierte Wirtschaft nicht vorbereitet seien.
  • Steigender Verantwortungsdruck: Politik und Ökonomie verlagern immer mehr Verantwortung auf das Individuum. Persönliche Weiterbildung, Empowerment, Vereinbarkeit von Beruf und Familie – der Mensch wird an vielen Stellen seines Lebens zum Unternehmer, ohne die entsprechende „Gründungsberatung“ an die Hand zu bekommen. Dass die Anforderungen und damit auch der Verantwortungsdruck steigen, gaben 70,3 Prozent der Befragten an. Zusätzlich stellen 39,2 Prozent einen vermehrten Anstieg psychischer Erkrankungen fest.
  • Verlängerte Lebensarbeitszeit: Der demografische Wandel führt zu einer strukturellen Verknappung der Fachkräfte. Daher werden die Menschen länger arbeiten müssen. In 50,6 Prozent der für die „HR Future-Trends 2016“ befragten Unternehmen ist die Belegschaft älter als 40 Jahre und in 16,8 Prozent der Unternehmen werden 20-30 Prozent der Mitarbeitenden in den kommenden fünf Jahren in Rente gehen. Zunehmend wichtiger werden laut Autoren also Demografiemanagement und betriebliches Gesundheitsmanagement.

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