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Paketbox: Wachstumshindernis oder Versandförderer?

DHL stößt mit neuem System auch auf Kritik.

Der Onlinehandel wächst stetig und mit ihm die Paketzustellungen, das ist kein Geheimnis. Doch was tun, wenn keiner da ist, um das Bestellte entgegenzunehmen? Der Bonner KEP-Dienstleister Deutsche Post DHL will dieses Problem mit Paketboxen lösen. Die Kästen direkt vor der Haustür sollen Sendungen „empfangen“ und „verschicken“ - ohne dass der Kunde anwesend sein muss. Doch damit stößt DHL auch auf Kritik. Diese kommt unter anderem vom Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V. (BdKEP) in Berlin. Der Verband sieht „das Wachstum im Onlinehandel durch den massiven Ausbau des exklusiven Paketbox-Systems durch die Deutsche Post DHL bedroht“, heißt es in einer Mitteilung. Nur auf den ersten Blick seien die Kästen kundenfreundlich. „Auf den zweiten Blick wird deutlich, dass diese Strukturen Wettbewerb und damit innovative Serviceangebote verhindern, indem sie hohe Markteintrittsschranken für Wettbewerber aufbauen“, teilt der BdKEP mit. Das begrenze die Wachstumspotenziale für den Onlinehandel.

DHL kann das nicht nachvollziehen. „Es gibt bereits solche Kästen, wir haben sie nur systematisiert“, sagt Dunja Kuhlmann, Pressesprecherin DHL Paket/Express Deutschland. Außerdem hätten die Pilotversuche gezeigt, dass die Boxen bei den Kunden ankommen.

Und auch der BdKEP ist nicht grundsätzlich gegen die neue Version des Paketversandes. Die Lösung sei der Aufbau postalischer Infrastrukturen, bei denen der gleichberechtigte Zugang für alle Postdienste sichergestellt ist, so der Verband.


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