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Industrie 4.0: Center Enterprise Resource Planning gegründet

Gemeinsam soll die nächste Generation von Anwendungssystemen gestaltet werden.


Am 20. Januar 2016 ist im Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus das neue „Center Enterprise Resource Planning“ eröffnet worden. Darin erforschen Hochschul- und Unternehmensvertreter gemeinsam, wie mit modernen, universalen Computersystemen Unternehmensprozesse in Zeiten von Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung besser unterstützt werden können.

Blick über die Systemwelt hinaus

Eine Schlüsselfunktion auf dem Industrie-4.0-Weg nehmen laut dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e.V. an der RWTH Aachen, betriebliche Anwendungssysteme ein, welche die effiziente Planung und Steuerung der unternehmerischen Ressourcen gewährleisten. Prototyp dieser IT-Systeme sind Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP-Systeme). Die diesen Systemen immanente Logik hat sich allerdings in den vergangenen Jahren deutlich verfeinert und ist gleichzeitig komplexer geworden, teilt das FIR mit. Deshalb soll das Forschungsfeld im neu gegründeten Center weit über die angestammte ERP-Systemwelt hinausgehen und auch neue Planungs- und Steuerungslogiken, die Interoperabilität mehrerer Systeme, Softwarearchitekturen, Mensch-Maschine-Interaktion und moderne Formen der Datenanalyse (Data-Science/Data-Analytics) umfassen.

Gemeinsame Arbeit

Das Center handelt als forschungsorientierter Interessenverbund, in dem das FIR an der RWTH Aachen gemeinsam mit der Trovarit AG, der MyOpenFactory Software GmbH und weiteren Unternehmen in konsortialer Form zusammenarbeiten. Dabei einigen sich die im Center beteiligten Unternehmen auf gemeinsame Forschungsfragen, die im Konsortium effizienter und damit kostengünstiger bearbeitet werden können, als es jeder Partner für sich alleine bewerkstelligen könnte.

Betrachtung von verschiedenen Seiten

Geleitet wird das Center von Jan Meißner, der bereits seit vielen Jahren im Bereich Produktionsmanagement als Projektleiter und Forscher tätig ist. „Besonders spannend an der Arbeit im Center ist der Punkt, dass wir interdisziplinär zusammenarbeiten und damit eine forscherische Fragestellung von verschiedenen Seiten betrachten. Hinzu kommt, dass die Projekte nicht wie in der öffentlich geförderten Forschung für drei Jahre angelegt sind, sondern kurzzyklisch in sogenannten Sprints durchgeführt werden. Das führt schnell zu vorzeigbaren Ergebnissen“, sagt Meißner.

Entwicklung von Prototypen

Das Angebot im Center Enterprise Resource Planning umfasst die Entwicklung von Prototypen für die zukünftige Planung und Steuerung von Unternehmensressourcen und deren Weiterentwicklung bis zur Marktreife, ein Weiterbildungsangebot, die gemeinsame Durchführung von thematisch passenden Studien und Benchmarkings sowie den Zugang zu einem Netzwerk aus Forschern und Unternehmern. Für Unternehmen, die sich aktiv an den Arbeiten im Center Enterprise Resource Planning beteiligen möchten, haben die Initiatoren verschiedene Kooperationsmodelle entwickelt, die auf die individuellen Anforderungen der Firmen zugeschnitten sind.


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