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Güterverkehr: Schiene soll produktiver werden

VDV stellt Maßnahmen für mehr Wettbewerbsfähigkeit vor.


Die im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) organisierten Güterbahnen haben 33 Maßnahmen und acht Projekte zur Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität auf den Weg gebracht. Das gab der VDV kürzlich der Presse gegenüber bekannt.

 

Zu den Themenkomplexen, mit denen sich die rund 150 Mitgliedsunternehmen befassen, gehören unter anderem:

  • Längere Züge: Durchgängige Fahrbarkeit von zunächst 740 Meter langen und später bis 1.500 Meter langen Güterzügen;
  • Anforderungen an Infrastrukturbetreiber: Bessere Trassenverfügbarkeit und bessere betriebsnahe Infrastruktur (Abstellgleise, Räume für Mitarbeiter, etc.);
  • Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge: mehr Standardisierung beim Fahrzeugbau zur Reduzierung der Kapitalkosten; Weiterentwicklung des Leichtbaus; einsatzorientierte Instandhaltung durch moderne Diagnosesysteme;
  • Automatisiertes Fahren: Automatisierung des Rangierbetriebs und bei Verteilverkehren auf der „letzten Meile“;
  • Höhere Auslastung: Besserer Informationsaustausch zur Bündelung von Transporten; Einsatz von gemischten Güterzügen (kombinierte Ladung und Wagenladungen) vor allem im Fernverkehr;
  • Elektrifizierung: Möglichst durchgängige Elektrifizierung von der Quelle zum Ziel zur Einsparung von aufwendigen Umspannvorgängen und zur weiteren Klimaentlastung durch Einsparung von Diesellokomotiven;
  • Multimodalität: Besserer (regionaler) Informationsaustausch zu Umschlagstellen und deren Betreibern; Zusammenführung von kombinierten Verkehren und Wagenladungsverkehren auf der ersten und letzten Meile;
  • Prüf- und Zulassungsverfahren vereinfachen: Beschleunigung und Vereinfachung von Zulassungsverfahren und Abschaffung von unnötigen Doppelprüfungen durch Vertrauensabkommen der nationalen Sicherheitsbehörden.

Rahmenbedingungen verändern

Ziel sei es, so der Verband, die politischen Rahmenbedingungen durch die Vorschläge zugunsten der Schienengüterverkehrsunternehmen mitzubestimmen. „Mit unserer Produktivitätsoffensive wollen wir und unsere Unternehmen die Entwicklung der Branche wieder stärker selber in die Hand nehmen und beeinflussen. Das ist auch nötig, sonst sieht es um die Zukunft des Schienengüterverkehrs in Deutschland düster aus“, so VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff.

Bereich unter Druck

Wie Wolf weiterhin sagte, sei der Güterverkehr auf der Schiene in den vergangenen Jahren unter anderem durch die Stromsteuer, die EEG-Umlage und die Mauterleichterungen im Lkw-Verkehr unter Druck geraten. Dies solle sich durch die Initiative des Verbands nun ändern.

Erste Ergebnisse im April

Nach Angaben des VDV soll ein Teil der vorgeschlagenen Maßnahmen mittelfristig in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren umgesetzt werden. Andere Teilbereiche, wie beispielsweise der Ausbau der Schieneninfrastruktur könnten nach Aussagen des Verbands dagegen mehr Zeit in Anspruch nehmen. Erste Zwischenergebnisse möchte der VDV bereits im April dieses Jahres veröffentlichen.


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