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HANNOVER MESSE: Startschuss für Industriemesse

Hauptfokus liegt auf Industrie 4.0 – Partnerland USA bringt Präsidenten mit.


Die HANNOVER MESSE 2016 steht ganz im Zeichen der vernetzten Industrie. Etwa 5.000 Aussteller (2015: 6.500) zeigen laut dem Veranstalter Deutsche Messe AG, Hannover, ab 25. April 2016 an fünf Tagen Technologien für die Fabriken und Energiesysteme der Gegenwart und Zukunft. Leitthema ist folgerichtig „Integrated Industry – Discover Solutions“. Mehr als 220.000 Fachbesucher nutzten 2015 die HANNOVER MESSE, um sich über neue Technologien zu informieren und Investitionen zu tätigen.

Obama und Merkel eröffnen Messe

Dieses Jahr wird die USA zum ersten Mal Partnerland der Messe sein. Circa 250 amerikanische Firmen werden laut Veranstalter auf dem Messegelände ihre Lösungen vorstellen. Und ein ganz besonderer Gast wird ebenfalls erwartet: US-Präsident Barack Obama wird gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die HANNOVER MESSE 2016 eröffnen.

Industrie 4.0 im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des Messegeschehens steht allerdings ein anderes Thema: Die Veränderungen, die mit dem Thema Industrie 4.0 einhergehen. Denn die vierte industrielle Revolution verändert nicht nur die Fertigungsprozesse, sondern auch die Fabriken selbst. Die gesamte Produktionslogik wandelt sich. Intelligente Maschinen und Produkte, ebenso Lagersysteme und Betriebsmittel werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette miteinander verzahnt. Einen Aspekt des zentralen Messethemas Integrated Industry, die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M), greift der Gemeinschaftsstand „Smart Connected"“ in Halle 8 auf. Denn M2M-Anwendungen seien aus dem Gesamtthema der Embedded-Technologien nicht mehr wegzudenken. Sie kommen an zahlreichen Stellen, etwa in Energie, Logistik, Mobilität, Gebäudeautomation oder Health Care, zum Einsatz. Insgesamt 15 Aussteller umfasst die Präsentation, darunter Vodafone , Telenor Connexion , B&B SmartWorx und ZIGPOS . Organisiert und gemanagt wird der Pavillon von der TEMA Technologie Marketing AG.

Robotik im Fokus

Und auch die Robotik boomt auf der HANNOVER MESSE. So sind Firmen wie Kuka, Kawasaki, Universal Robots, Yaskawa, Stäubli, Mitsubishi und viele weitere vom 25. bis 29. April vor Ort. Auch das Partnerland USA wird nach Veranstalterangaben einen wichtigen Teil dazu beitragen, dass Roboter und autonome Systeme wieder ein Höhepunkt der Industriemesse sein werden. Die Messe präsentiert Robotik nach eigenen Angaben mit klarem Bezug zu industriellen Anwendungen. Das sind neben Industrierobotern auch mobile Roboter und fahrerlose Transportsysteme oder industrielle Serviceroboter, die im Zusammenhang mit Industrie 4.0 eine immer wichtigere Rolle spielen.

Sensorik nach Fledermaus-Vorbild

Beim Thema Robotik liegt auch immer ein Fokus auf der Sensorik. Diesem Thema hat sich zum Beispiel das Münchner Startup Toposens GmbH angenommen. Die Firma hat einen 3D-Sensor entwickelt, der erstmals mit Ultraschall dreidimensional in Echtzeit scannt. Ähnlich wie beim Echolot einer Fledermaus wird dabei ein Ultraschallsignal ausgesendet und die Laufzeiten zu den Objekten und zurück zum Sensor gemessen. Der Sensor kann diese Signale in Echtzeit auswerten und zu einer dreidimensionalen Gesamtaufnahme zusammensetzen. Damit können Objekte auf eine Reichweite von acht Metern mit einer Genauigkeit im Millimeterbereich erkannt und positioniert werden. Mögliche Einsatzfelder seien etwa die Erkennung von Menschen und Gesten.

Industrie 4.0 schafft Jobs für Fachkräfte

Dass der Robotereinsatz allerdings Arbeitsplätze kosten wird, darüber brauchen sich zumindest qualifizierte Fachkräfte keine Sorgen machen. Das belegt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom bei 559 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern im Vorfeld der HANNOVER MESSE. Demnach sagen 81 Prozent der Befragten: Durch Industrie 4.0 entstehen neue Arbeitsplätze für gut ausgebildete Fachkräfte. Zugleich verändern sich Anforderungsprofile in der Produktion. So meinen 94 Prozent der Befragten, dass die Arbeit in der vernetzten Fabrik verstärkt interdisziplinäre Kompetenzen erfordert. „IT-Spezialisten für Industrie 4.0 haben beste Chancen am Arbeitsmarkt. Machine-to-Machine Software-Entwickler, Data Scientists, IT-Sicherheitsexperten, Human-Machine Interaction Designer oder Plattform- und Ökosystem-Experten werden künftig in jeder Fabrik gefragt sein“, sagt Frank Riemensperger, Bitkom-Präsidiumsmitglied.

Datenbrillen für gering Qualifizierte

Wie sich Industrie 4.0 für die Gruppe der geringer qualifizierten Mitarbeiter auswirkt, darüber gehen die Meinungen bei den Befragten auseinander: Jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) geht davon aus, dass durch Industrie 4.0 Arbeitsplätze für gering qualifizierte Beschäftigte wegfallen. 42 Prozent sagen dagegen: Komplexe Aufgaben können dank Industrie 4.0 künftig auch von eher gering qualifiziertem Personal übernommen werden. „IT-basierte Assistenzsysteme wie Datenbrillen können zum Beispiel Schritt für Schritt durch die Reparatur oder Wartung einer Anlage führen. So können auch weniger erfahrene Mitarbeiter sehr anspruchsvolle Tätigkeiten übernehmen“, sagt Riemensperger.


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