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Verkehr: Nachhaltig und vernetzt

9. Weltverkehrsforum stellt klimafreundlichen Verkehr in den Mittelpunkt.


Vernetzt, digital und klimaschonend – so soll er sein, der Verkehr von morgen. Um zu diskutieren, wie intelligenter und umweltgerechter Güter- und Personentransport in Zukunft europa- und weltweit gelingen kann, treffen sich die Verkehrsminister verschiedener Staaten vom 18. bis zum 20. Mai unter der Schirmherrschaft des International Transport Forums der OECD (ITF), Paris, zum 9. Weltverkehrsforum in Leipzig.

Alternative Kraftstoffe und Antriebe

Unter dem Motto „Mobilität von morgen – sauber, effizient und fair“ diskutieren rund 1.000 Teilnehmer aus 70 Staaten, über gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen in Logistik, Transport und Verkehr. Im Mittelpunkt des diesjährigen Gipfels stehe dabei vor allem die Nachhaltigkeit von Mobilität, beispielsweise durch die Nutzung alternativer Kraftstoffe und Antriebe sowie digitaler Anwendungen wie Apps und Datenplattformen.

Mobilitätsrevolution in Deutschland

Die Bundesregierung, die durch Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), vertreten wurde, legt im Rahmen des Gipfels ihren Schwerpunkt auf Elektromobilität, automatisiertes Fahren sowie Digitalisierung des Verkehrs. „Wir stehen in Deutschland vor einer bahnbrechenden Mobilitätsrevolution, die dem vernetzten und digitalen Verkehr zum Durchbruch verhelfen wird“, sagte Barthle während der Eröffnungszeremonie.

Eine Cloud für alle

Im Zuge dessen startete das BMVI mit Beginn des Weltverkehrsforums das Projekt „mCloud“. Mit dem Datenportal stellt das Ministerium nach eigenen Angaben Millionen an Mobilitäts-, Geo- und Wetterdaten kostenlos zur Verfügung. Die Anwendung soll insbesondere für Gründer von Start-ups im Mobilitätsbereich eine zentrale Anlaufstelle für Daten zu den Themen Straßenauslastung, Klima, Schienen- und Wasserwege sowie der aktuellen Verkehrsdichte und der Pegelstände sein.

Frachtpreis für Verkehrsdatenaustausch

Wie in jedem Jahr zeichnet das ITF im Rahmen des Weltverkehrsforums Projekte, die die Zukunft des Transportwesens zum Thema haben, mit dem „Transport Achievement Award“ aus. In der Kategorie Fracht nahm in diesem Jahr das österreichische Agentur Austria Tech den Preis für die Koordination des EU-Projekts „Crocodile“ entgegen. Der Zusammenschluss von 13 europäischen Staaten habe es sich zur Aufgabe gemacht, den grenzüberschreitenden Verkehrsdatenaustausch für Zentral- und Osteuropa zu optimieren. Dazu habe das Konsortium nicht nur den Tausch von Daten harmonisiert, sondern auch innerhalb der EU auf vielen Strecken Kameras und Sensoren zur Verkehrsdatenmessung angebracht und die Parkmöglichkeiten für Lkw an europäischen Raststätten verbessert.

Den Preis in der Kategorie Personenverkehr gewann die russische Hauptstadt Moskau, die in einem Projekt zur Verbesserung der innerstädtischen Verkehrssituation unter anderem strengere Richtlinien für den Güterverkehr innerhalb der Stadtgrenzen erlassen hat.

Das nächste Weltverkehrsforum findet vom 2. bis 4. Mai 2017 in Leipzig statt.


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