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Arbeit 4.0: Wo bleibt der Mensch?

Was Industrie 4.0 und Logistik 4.0 für die Mitarbeiter bedeuten.


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Das Schlagwort Industrie 4.0 ist derzeit allgegenwärtig und das nicht mehr nur in Zukunftsvisionen und abgehobenen Science-Fiction-Szenarien. Vernetzung und Digitalisierung sind inzwischen in etlichen deutschen Fabrikhallen angekommen. Unternehmen wie Wittenstein, Bosch und SEW-Eurodrive haben Industrie-4.0-Technologien wie beispielsweise Assistenzsysteme, Big-Data-Analysen und Robotik bereits in den Realbetrieb übernommen (siehe auch LOGISTIK HEUTE 5/2015, S.24).

Automatisierte Lagerhaltung

Zusätzlich zeigen Intralogistikanbieter wie Swisslog mit Mehrebenen-Bediengeräten und autonomen Shuttlelösungen derzeit, wie die Distributionszentren und Lager der Zukunft aussehen können. Wenn aber vermehrt Maschinen in Produktion und Logistik Einzug halten, wo bleibt dann der Mensch?

Temporäre Arbeitslosigkeit prognostiziert

Eine Frage, mit der sich aktuell nicht nur Arbeitnehmer und Unternehmen auseinandersetzen, sondern auch Wissenschaftler, Arbeitsrechtler und Gewerkschaften. Und die sehen die derzeitigen Entwicklungen nicht nur positiv, wie Karl-Heinz Brandl, Bereichsleiter Innovation und Gute Arbeit bei der Gewerkschaft Ver.di, betont: „Arbeitsplätze in allen Branchen und Bereichen werden im Zuge der sogenannten Arbeit 4.0 ersetzt beziehungsweise werden aktuell bereits von Maschinen oder Softwareprogrammen übernommen.“ Und auch wenn im IT- und Ingenieursbereich neue Jobs geschaffen würden und andere Berufsbilder entstünden, rechnet Brandl insbesondere bei den ungelernten Tätigkeiten mit einer temporären Arbeitslosigkeit, die die kommenden 20 bis 30 Jahre anhalten könnte.

Beruf Staplerfahrer stirbt aus

Peter Duss, Geschäftsleiter der Xelog AG, geht beispielsweise davon aus, dass Logistikdienstleister in absehbarer Zeit auf Staplerfahrer verzichten können, da diese Aufgaben mehrheitlich von Fahrerlosen Transportsystemen übernommen werden. Für Duss liegen in dieser Veränderung aber auch Chancen für Unternehmen und Arbeitnehmer. Durch die digitale Transformation würden sich beispielsweise neue Arbeitsgelegenheiten und Beschäftigungsmodelle erschließen. So müsste es zukünftig mehr Spezialisten geben, die Steuerungs- und Organisationssysteme entwickeln, implementieren und unterhalten.

Aus- und Weiterbildung im Fokus

Allerdings gehe dies aus Duss' Sicht nicht ohne Anstrengungen von allen Seiten. Während Unternehmen deutlich mehr in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren müssten, seien Mitarbeiter aufgefordert, sich selbstständig digitales Know-how anzueignen, um mit dem Wandel Schritt halten zu können.

Mit welchen Mitteln Unternehmen ihre Mitarbeiter für die digitale und vernetzte Arbeitswelt fit machen können und ob auf diesem Weg Arbeitnehmer auf der Strecke bleiben werden, lesen Sie in der Titelgeschichte der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 7-8/2016, die am 13. Juli erschienen ist.


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