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Logistik 4.0: DHL und Huawei erproben neue Anwendung

Das Internet der Dinge soll die Kontraktlogistik beschleunigen.


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Die DHL Supply Chain, der auf Kontraktlogistik spezialisierte Bereich der Deutsche Post AG (Deutsche Post DHL Group) mit Hauptsitz in Bonn, erprobt eine Narrowband Internet of Things (NB-IoT) Anwendung in China. Beim Feldversuch arbeitet das Unternehmen mit dem chinesischen Elektronikkonzern Huawei Technologies zusammen. Wie DHL Supply Chain mitteilt, geht es beim Versuch um die Verteilung von ankommenden Lkw auf Laderampen bei einem Automobilwerk. NB-IoT ist eine Funktechnologie für das Internet der Dinge, die die bestehende Netzinfrastruktur nutzt und somit relativ günstig sein soll.

Besserer Überblick dank Echtzeitdaten

Die neue Anwendung basiert laut DHL Supply Chain auf NB-IoT-Chipsätzen mit integrierten Fahrzeugdetektoren. Sie überträgt die Daten über bestehende, auf den NB-IoT-Standard aufgerüstete öffentliche Basisstationen. Das System erfasst in jedem Terminal automatisch Echtzeitdaten zur Verfügbarkeit der Laderampen. Dadurch sollen die Disponenten und Fahrer einen besseren Überblick bekommen.

App für die DHL-Fahrer

Bei Ankunft eines Lkw meldet sich der Fahrer über eine mobile App an und erhält eine Wartenummer sowie die voraussichtliche Wartezeit. Daraufhin prüft das Hofverwaltungssystem automatisch die Verfügbarkeit der Laderampen und übermittelt über die App regelmäßige Status-Updates. Der Fahrer bekommt über die App die Anweisung, wenn er eine Rampe anfahren soll. Die Disponenten können die eintreffenden Lkw je nach aktuellem Bedarf am Fertigungsstandort priorisieren. Sie können mit dem System auch sicherstellen, dass die Fahrer die richtigen Rampen anfahren und somit die Ware am richtigen Ort entladen. Eine Anlieferung an die falsche Laderampe kann laut DHL Supply Chain zu erheblichen Verzögerungen führen. Das passiere, wenn beispielsweise Reifen am Anfang statt am Ende der Montagestraße angeliefert werden.

Schnellere und präzisere Abläufe

Das System halbiere die zuvor im Schnitt vierzigminütige Wartezeit der Fahrer, berichtet DHL Supply Chain. Gleichzeitig reduziere die präzisere Ressourcensteuerung das Risiko von Produktionsverzögerungen, da Materialien rechtzeitig dort eintreffen, wo sie gebraucht werden.

Versuch läuft noch einige Wochen

Der Versuch läuft noch bis Ende September mit 100 DHL-Fahrern und 30 Laderampen. In dieser Zeit will DHL Supply Chain auch Zusatzfunktionen wie eine automatische Kennzeichenerkennung und Geofencing erproben.


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