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Binnenschifffahrt: Anschluss für 4,2 Milliarden

Nordfrankreich baut bis 2017 den 106 km langen Seine-Nord-Kanal.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat grünes Licht für den Bau des „Canal Seine-Nord Europe“ am Flusskorridor zwischen Le Havre und Lille gegeben. Die 106 km lange Wasserstraße zwischen Seine und Schelde soll ab 2017 das Pariser Becken mit dem 20.000 km langen, europäischen Binnenwasserstraßennetz in Deutschland, Belgien und den Niederlanden verbinden. An dem auf 4,2 Mrd. Euro geschätzten Projekt beteiligen sich die Regionen Flandern und Wallonien. Es umfasst unter anderem 59 Straßen- und Eisenbahnbrücken, Zufahrtsstraßen, Anlege- und Umschlagplätze sowie vier Industrie- und Logistikplattformen.

Ziel ist es, die See- und Binnenhäfen des Seine- und Nord-Pas-de-Calais-Beckens, darunter Le Havre, Rouen und Dünkirchen, besser zu vernetzen, um den Binnenschiffsverkehr auf der Nord-Süd-Achse zu vervierfachen und auf dem gesamten französischen Wasserstraßennetz zu verdoppeln. So wollen die Franzosen künftig pro Jahr 500.000 Lastwagenladungen von der Straße auf die Schifffahrtswege holen und so jährlich den Ausstoß von 300.000 t Kohlendioxid vermeiden. Davon versprechen sich die Planer Einsparungen an Transport- und Umweltkosten von schätzungsweise zehn Mrd. Euro. Bildunterschrift:


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