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Luftfracht: Nachtflüge ab Frankfurt/Hahn?

Experte Prof. Vahrenkamp will Frachtflüge in den Hunsrück verlagern.

Nach dem Nachtflugverbot für Deutschlands größten Flughafen Frankfurt/Main schlägt Prof. Richard Vahrenkamp, Inhaber des Lehrstuhls Produktionswirtschaft und Logistik an der Universität Kassel, vor, die nächtlichen Flüge in den Hunsrück zu verlagern. Der ehemalige Militärflughafen Frankfurt/Hahn, zwei Lkw-Stunden von Frankfurt entfernt, sei dazu prädestiniert, müsse jedoch entsprechend ausgebaut und infrastrukturell angebunden werden.

„Von Frankfurt aus nach Köln zu fliegen und dort auf die Nacht zu warten, wie Lufthansa Cargo plant, ist jedenfalls ökologisch und ökonomisch unsinnig“, sagte der Kasseler Logistikexperte im Interview mit der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung“ (HNA). Der Wissenschaftler hält die Reaktion der Kranichtochter für übertrieben, die durch das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes Kassel Gefahren für die deutsche Wirtschaft sieht. Betroffen seien in Frankfurt lediglich 17 Nachtflüge.

Das Problem sieht Vahrenkamp eher beim Management von LH Cargo. Offensichtlich habe die Frachttochter der Lufthansa nicht erwartet, dass es ein Nachtflugverbot geben könnte, obwohl dies absehbar gewesen sei. „Man hätte längst einen Plan B entwickeln müssen. Dazu muss man nicht die Slots, Zeitfenster zur Abfertigung, in China ändern, sondern die Abflugorte in Deutschland. Man kann den Lkw-Verkehr für die wenigen Nachtflüge genauso gut zu einem anderen Flughafen führen“, betonte Vahrenkamp.


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