Aufgrund steigender Energiekosten und neuer gesetzlicher Vorgaben, wie der Energieeinsparverordnung (EnEV) oder der Vorschrift für das Energiemanagement nach DIN EN 16001, müssen auch Lagerbetreiber bei der Lagerplanung und dem Lagermanagement künftig verstärkt auf Energieeffizienz achten, um die neuen Vorschriften zu erfüllen und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Allerdings sind zu diesem Thema nur wenige Best-Practice-Fälle bekannt. Daher liegt die Vermutung nahe, dass die energieeffiziente Lagerung, also das „Green Warehousing“, von Industrie und Handel noch nicht richtig aufgenommen und im Lagermanagement noch keinen Einzug gehalten hat.
Doch wie bekannt und beachtet ist das Thema in der Praxis wirklich?
Welche Methoden und Werkzeuge zur Steigerung der Energieeffizienz im Lager können und werden aktuell angewendet?
Welche Erfolge wurden schon erzielt?
Diesen und weiteren Fragen wurde in der Trendstudie Green Warehousing 2010 nachgegangen und es wurden die wesentlichen Elemente des Green Warehousing durch die Fragestellungen diskutiert.
Schwerpunkte des Fragebogens waren:
- Bekanntheitsgrad der aktuell und zukünftig geltenden gesetzlichen Verordnungen, die auch das Lagermanagement betreffen
- Bekanntheitsgrad des Themas „Green Warehousing“
- Bekanntheitsgrad und Anwendung von Methoden und Werkzeugen für das Green Warehousing
- Aktuelle Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz im Lager und die realisierten Erfolge
- Zukunftsperspektiven und –potenziale
Die Ergebnisse werden von einem Team um Prof. Dr.-Ing. Augustin an der ESB Business School, Hochschule Reutlingen, im Rahmen eines Großprojektes zum Thema „Green Warehousing“ ausgewertet. LOGISTIK HEUTE berichtet über die Resultate in der April-Ausgabe 2011.