Charles Vögele ist wegen Lagerausverkauf ins Minus gerutscht.
Wegen zu alter Bestände ist die Charles Vögele Holding AG 2009 in die roten Zahlen gerutscht. Etwa 30 Prozent der Ware in den Lagern des Schweizer Bekleidungskonzerns aus Pfäffikon waren nicht verkaufte Kleidungsstücke, die älter als 18 Monate waren. „Der Ausverkauf des überalterten Warenlagers hat das Ergebnis belastet“, sagte Daniel Bärlocher, Vice President Group Communications, gegenüber LOGISTIK HEUTE. „13 Mio. Teile mussten abgebaut werden.“ Durch die Kosten für die Ausverkaufspreise wurde der Bruttogewinn 2009 um rund 40 Mio. CHF geschmälert. Der Nettoumsatz sank um 3,8 Prozent auf 1,3 Mrd. CHF.
„Wir haben jetzt eine neue Abschriftenpolitik“, erklärt Bärlocher. Zudem wolle Charles Vögele die rund 20 Lager und Distributionszentren konsolidieren, die Logistik zentralisieren und „die Feinverteilung über zwei Hubs“ vornehmen. Wo und wann die entstehen sollen, evaluiert das Unternehmen derzeit. Ebenfalls geplant sind neue Ladenkonzepte und Sortimentsgruppen. (pf)