
Die Betriebsräte aus Geld- und Werttransportunternehmen demonstrieren gegen die „Ein-Mann-Logistik“ in der Branche. Laut der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erteilen die Berufsgenossenschaften zunehmend Ausnahmegenehmigungen für derartige Einsätze. Um auf die Gefahren der Ein-Mann-Logistik aufmerksam zu machen, simulierte Verdi-Hessen bei einer Tagung in Friedewald am 16. Juni 2010 mit einem von Nebel umgebenen Fahrzeug eine Überfallsituation auf einen Werttransport. Zur Sicherheit der Beschäftigten im Geld- und Werttransportgewerbe fordert die Gewerkschaft die Beibehaltung bewährter Standards mit gepanzerten Fahrzeugen, einer Mindestbesatzung von zwei Mann pro Fahrzeug, Bewaffnung und Einsatz von Sicherungssystemen. Bisher fiel die Zahl der Raubüberfälle auf Spezialgeldtransportfahrzeuge ständig ab, mit einem Tiefststand im Jahr 2009 mit zwei Überfällen (zum Vergleich: Frankreich 130 Überfälle, Großbritannien 1.000 Überfälle).
(akw)
Bild: Verdi