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LogiMAT 2018: Rundgang des bvik

13.03.2018, Messe Stuttgart

Wie organisiert man einen guten Messeauftritt? Um diese zentrale Frage drehte sich erstmals ein Messerundgang mit Marketingfokus des Bundesverbands Industrie Kommunikation e. V. (bvik) auf der Stuttgarter Intralogistikmesse LogiMAT. 30 Teilnehmer hatten sich dafür angemeldet. Organisiert hatte die Veranstaltung bvik-Geschäftsstellenleiterin Tanja Auernahmer. Kooperationspartner war LOGISTIK HEUTE.

Vier Stände besucht

Nach einer kurzen Einführung machten sich Marketingverantwortliche aus jungen und etablierten Firmen auf den Weg, um sich an vier ausgewählten Ständen insgesamt mehr als zwei Stunden lang über die Themen Messekommunikation und –marketing, Standkonzeption und Leadgenerierung zu informieren. Besucht wurden die Stände der langjährigen LogiMAT-Aussteller Interroll, SSI Schäfer, Jungheinrich und Still. Dort erläuterten die Marketingfachleute der jeweiligen Unternehmen unter anderem, wie Leadverarbeitung digital funktioniert und wie Stände genutzt werden, um für neue Mitarbeiter zu werben. Die Teilnehmer wollten von den Experten auch wissen, wer in der Firma entscheidet, wie viele Exponate auf einem Stand gezeigt werden dürfen.

Neue Markensprache

Martin Regnet von Interroll aus der Schweiz berichtete beispielsweise, dass es in seinem Unternehmen durchaus Diskussionen gebe, wie viele Exponate auf dem Stand gezeigt werden dürfen. Zudem betonte der Global PR-Manager der Firma, dass Interroll die Messe auch nutze, um mit einem Video neue Mitarbeiter für die Firma zu begeistern. Zweite Station des Rundgangs war der Stand von SSI Schäfer aus Neunkirchen in Halle 1. Thomas Meyer-Jander, Director Global & Corporate Marketing bei dem Intralogistiker, berichtete, dass das Familienunternehmen mit seiner neuen Markensprache emotionaler und moderner wirken wolle. Aufgrund der Filmaufnahmen für die Aktion „LET`S TALK – die Expertenrunde von SSI Schäfer“ mit Medienpartner LOGISTIK HEUTE habe man den Messestand wie eine „Arena“ konzipiert – damit Besucher die Talkrunden verfolgen konnten. Im Gegensatz zu Messeauftritten in früheren Jahren verzichtete SSI Schäfer 2018 in Stuttgart auf Leadbögen auf Papier. Stattdessen nutzen die Mitarbeiter ein iPad für ihre Berichte, deren Inhalte dann digital im CRM-System verarbeitet werden.

Nachtschicht gemacht

Dass fünf Tage für den Aufbau des Standes des Hamburger Intralogistikanbieters Jungheinrich sehr knapp bemessen seien, ließ Sebastian Haas, Head of Tradeshows and Events, die Teilnehmer des Rundgangs wissen. Die Standbauer hätten am letzten Aufbautag sogar eine „Nachtschicht“ einlegen müssen. Generell sei Jungheinrich daran gelegen gewesen, den Stand nicht mit zu viel Text zu überfrachten, sagte der Hanseate Haas. Man habe mit den Farben weiß, grau und gelb in drei verschiedenen Ebenen gearbeitet, von der Decke bis zum Boden. Um Besucher auf den Stand zu ziehen, habe man eine kleine Fahrstrecke für ein Gerät aufgebaut. Und um die Leistung eines neuen Regalbediengeräts zu demonstrieren, durften sich die Gäste am Stand ein Give-Away aussuchen, das von dem Gerät anschließend transportiert wurde. Viel Wert legt Jungheinrich auch auf Social-Media-Aktivitäten. Die Länder bekommen laut Haas Vorschläge für Inhalte geliefert. Die Verantwortlichen vor Ort könnten aber selbst entscheiden, was sie davon ins Netz stellen. Künftig gehe Jungheinrich bei Messen so weit, diese ohne Key Visuals zu bestreiten.

Filme auf LED-Wänden

Letzte Station des Rundgangs war ebenfalls ein Stand eines Hamburger Unternehmens – nämlich Still. Dieser wurde von zwei großen LED-Wänden dominiert, auf denen (Produkt-)Filme liefen. Im Gegensatz zum Vorjahr verzichtete Still 2018 auf fahrende Geräte auf dem Stand. An den Infostelen zu den Geräten ließ Still QR-Codes anbringen, mit deren Hilfe Besucher Daten und Fakten zu Produkten via Smartphone abrufen konnten. Zahlreiche Fragen der Teilnehmer bezogen sich auf die Leaderfassung und Verarbeitung. Dafür hatte Still laut Marketingexperten Jens Pasche schon 2011 eine eigene Messe-App entwickelt, die sich beispielsweise im App-Store befindet. Die generierten Leads müssen die Still-Mitarbeiter mithilfe eines Ampelsystems abarbeiten.

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