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STUDIE: Tipps für den Weg nach oben

Trends in der Logistik

Eine Umfrage unter Führungskräften skizziert die Erfolgsfaktoren für einen Aufstieg im Supply Chain Management. Die wichtigsten lesen Sie im letzten Teil der Serie „Wer lenkt unsere Supply Chains?“ Neben einem hohen Bildungsstand und praktischen Erfahrungen (siehe Teil 1 dieser Serie in LOGISTIK HEUTE 12/2014, S. 20), spielen für eine erfolgreiche Karriere im Supply Chain Management (SCM) weitere Faktoren eine Rolle. Zu ihren persönlichen Erfolgsfaktoren für einen positiven Karriereverlauf befragten Experten der Kühne Logistics University in Hamburg und der Strategieberatung McKinsey & Company, Inc. mit deutschem Hauptsitz in Düsseldorf mehrere Dutzend SCM-Führungskräfte.

Dass die Manager aus verschiedensten Branchen einen hohen Karrierestatus erreicht haben, geht unter anderem daraus hervor, dass sie teils Personalverantwortung für mehr als 1.000 Mitarbeiter haben. Spannend: In der Umfrage kristallisierten sich drei dominante Persönlichkeitsprofile unter den Managern heraus: Die „Zahlenaffinen“, die „Macher“ und die „Interdisziplinären“. Charakteristika, Stärken und Schwächen dieser Profile haben die Forscher in einer Tabelle (siehe rechts oben) zusammengefasst. Im Detail lassen sich die Eigenschaften der drei Gruppen wie folgt beschreiben:

Die Zahlenaffinen

Aufgrund der ausgeprägten analytischen Seite des SCM gibt es viele Führungskräfte, die in ihrer Karriere verschiedene Positionen mit dem Fokus auf Planung und Datenanalyse bekleidet haben. Diese „zahlenaffinen“ Führungskräfte lieben es, die Produktionsplanung zu überarbeiten, Bestände zu optimieren und die Lieferbereitschaft (engl.: „service levels") zu erhöhen. Ihre analytischen Fähigkeiten und SCM-Expertise sind oft ausreichend, um Dozenten dafür werden zu können.

Wegen ihrer Datenfixierung verlieren sie aber teilweise das große Ganze aus den Augen. Gleichzeitig versäumen sie, den Wertebeitrag ihrer Arbeit an Vorgesetzte zu vermitteln. Das heißt, „Zahlenaffine“ sind gut in dem, was sie tun, aber es mangelt oft an der Kommunikation der Ergebnisse. Daher sollten sie auf ihrem Karriereweg besonders ihre Kommunikationsfähigkeit weiterentwickeln: Sie sollten Meetings als Marktplatz betrachten, auf dem Ergebnisse und Erfolge verkauft werden müssen. Zudem sollten sie an ihren Führungsqualitäten arbeiten. Denn letztlich müssen leitende Angestellte in erster Linie Mitarbeiter motivieren und führen – daran müssen sie sich messen lassen. Um sich außerdem der Konsequenzen des eigenen Handelns für andere bewusst zu werden, kann Praxiserfahrung in anderen Funktionen helfen.

Die Macher

Im Gegensatz zu den „Zahlenaffinen“ überlassen die „Macher“ im SCM aufwendige Analysen und trockene Inhalte lieber anderen. Sie blühen erst dann so richtig auf, wenn sie Mitarbeiter und Projekte lenken können. Grundsätzlich ziehen sie es vor, Probleme in Teams zu lösen. Dabei kommunizieren sie ständig mit Vorgesetzten und Kollegen und delegieren Aufgaben an ihre Mitarbeiter. Sie nutzen ihre Vorkenntnisse aus anderen Funktionen geschickt und arbeiten oft, ohne in die letzten Details zu gehen.

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