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Alexa, mach uns die Logistik!


Priotic

Das Würzburger Unternehmen möchte die Logistik umkrempeln – mithilfe von Alexa, Siri und Co. Warum die Franken in Sprachassistenzen die Zukunft sehen.

Wenn das Sprachassistenzsystem Alexa demnächst in Lagern und Distributionszentren die Gassen öffnet und die Ware einlagert, dann könnte das Start-up Priotic GmbH am Werk gewesen sein. Denn die Steuerung logistischer Prozesse durch eine Sprachassistenz gehört zu den Spezialitäten des Würzburger Jungunternehmens –
genauso wie viele andere durch moderne Technologien getriebene Lösungen. Von der Inventurdrohne bis zur mobilen Applikation hat das Start-up jede Menge Anwendungen in petto, mit denen es nicht weniger erreichen möchte als eine Revolution in der Logistik. „Unser Ziel ist es, Unternehmen bei der digitalen Transformation ihrer Logistikabläufe zu unterstützen. Nicht, indem wir nach morgen schauen, sondern nach übermorgen“, sagt Stefan Vogt, Mitbegründer und Geschäftsführer von Priotic.

Prozesse einfach durch Sprachanweisungen auf den Weg zu bringen oder Alexa, Siri, Cortana, Google und Bixby nach den Kennzahlen des Tages zu fragen, soll dann laut Priotic zum Alltag in deutschen Distributionszentren gehören. „Die Kombination von Sprachassistenz und Logistikleitstand ist zukunftsweisend. Hier liegt riesiges Potenzial, Materialflüsse zu optimieren“, sagt Vogt. Wer sich das noch nicht vorstellen kann, für den hat das Unternehmen, das von drei ehemaligen Kommilitonen gegründet wurde, umfangreiche Beratung im Gepäck. „In den meisten Fällen machen wir mit unseren Kunden erst einmal eine Logistik-Analyse. Damit können wir den Firmen besser verdeutlichen, wo sie momentan mit ihrer Logistik stehen, und besprechen, wo die Reise hingehen soll“, so der Gründer.

Technik im Fokus
Gibt es einen Plan, unterstützen die Würzburger auch bei der anschließenden Umsetzung – zum Beispiel bei der Migration von Daten in neue Systeme. Um das entsprechende Equipment für die gemeinsam entwickelte Lösung kümmern sich dann Partner, mit denen Priotic zusammenarbeitet – wie etwa die Flexus AG oder der Softwarekonzern SAP. Bei alledem legen Vogt und seine Mitstreiter vor allem auf eines Wert: die Technologie, die hinter einer Lösung steckt. „Wir wollen Logistikverantwortlichen gern vermitteln, dass man vor technologischen Neuerungen keine Angst haben muss. Vor allem, weil die Furcht vor Digitalisierung in der Generation, die momentan die Entscheidungen trifft, noch weitverbreitet ist“, erläutert der Gründer. In der Tat sind die Reaktionen auf die Vorschläge des Jungunternehmens gemischt. „Wir haben Ansprechpartner, die begeistert davon sind, dass sie jemand an die Hand nimmt und ihnen zeigt, was man mit der richtigen Technologie alles verbessern kann. Es gibt aber auch Unternehmen, die sich große Sorgen machen, was die Konsequenzen des Wandels betrifft, zum Beispiel in Sachen Datenschutz.“ Hier hilft Vogt zufolge nur eine besonders gute Aufklärung über Chancen und Risiken – und manchmal auch ein bisschen Zeit.

„Wir haben auf der LogiMAT 2018 in Stuttgart beispielsweise Kontakt zu einem Unternehmen geknüpft, bei dem sich die Innovationsfreude nicht auf Anhieb einstellen wollte. Also haben wir unseren Ansprechpartner erst mal mit einer Menge Infos versorgt, über die er in Ruhe nachdenken konnte. Ein paar Wochen später –
auf der CeMAT in Hannover – kam er wieder, um mit uns zusammenzuarbeiten“, erzählt der Gründer.

Trotz dieser Erfolgserlebnisse und des allgemeinen Booms von Digitalisierung und Industrie 4.0 macht Vogt keinen Hehl daraus, dass es für ein Start-up zuweilen schwierig ist, Aufträge an Land zu ziehen. Auch, weil passende Mitarbeiter und Partner fehlen. Abschrecken lässt sich Vogt von diesen Hindernissen allerdings nicht. Nächstes Ziel: führender Anbieter im Bereich Sprachassistenz in der Logistik werden. Auf dass es bald in vielen Lagerhallen heißt: Alexa, mach uns die Logistik! Sandra Lehmann



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