Machen wie die Großen
Werbung

Logistikimmobilien: Was bei der Projektplanung zu beachten ist


LAGERBAU

Nur wenn Bauherr, Architekten, Planer, Bauunternehmen und Systemlieferanten optimal zusammenarbeiten, können Logistik­immobilienprojekte erfolgreich durchgezogen werden. Große Intralogistiker bieten für die
Vorhaben Komplettpakete an.

Die Investition in einen Lagerneubau bildet zugleich ein Projekt mit einigen Herausforderungen. Allein ein Konzept aufzulegen, Gewerke auszuwählen, das Ausschreibungsverfahren und die Projektierung für Bau und Intralogistik durchzuführen, überschreitet im Regelfall die (Kern-) Kompetenz der Bauherren beziehungsweise der Auftraggeber. Einige Intralogistiker, die als Generalunternehmer auftreten, haben diese Herausforderungen erkannt und bieten umfangreiche Leistungen an. SSI Schäfer aus Neunkirchen offeriert beispielsweise Komplettpakete.

Nach eigenen Angaben hat der Intralogistiker in den vergangenen Jahren die interne Bauabteilung weiter verstärkt, eng mit dem Anlagenbau verknüpft und ein koordiniertes Gesamtkonzept für Projekt­realisierungen als Generalunternehmer für Intralogistik und Bau aufgelegt. „Ein Komplettpaket zur Realisierung moderner Logistikanlagen, mit dem wir von der Vorplanung und Standortwahl bis hin zur Ausstattung und Betreuung der schlüsselfertig übergebenen Anlage die Verantwortung für alle Projektphasen und alle erforderlichen Aufgaben übernehmen“, erklärt Stefan Behrendt, Leiter Construction Management bei SSI Schäfer.

Die Bauabteilung des Unternehmens übernimmt auf Wunsch auch die vorgelagerten Prozesse: Die Firma berät beispielsweise die Auftraggeber bei der Standortwahl und der Erschließung des Stand­ortes und unterstützt bei der Abstimmung mit Behörden und Verwaltungen. Solche Services bieten auf dem Markt traditionell spezialisierte Beratungsunternehmen an. Aber auch der Intralogistiker SSI Schäfer hat sich in diesem Bereich Kompetenzen aufgebaut. Parallel zu diesem Prozess definiert der Intralogistikspezialist gemeinsam mit dem Bauherrn die logistischen Anforderungen und Prozesse, um ein langfristig tragendes, logistisches Grundkonzept zu erarbeiten.

Daran anschließend wird gewöhnlich ein Bauunternehmer einbezogen, mit dem die bauliche Ausführung des Konzeptes im Detail geplant wird. Mit den Automationsexperten und der Bauabteilung im eigenen Haus deckt SSI Schäfer als One-Stop-Anbieter beide Kompetenzbereiche ab. Bei der Projektvergabe an den Intra­logistiker als Generalunternehmer für Intralogistik und Bau verlaufen die Planungsprozesse weitgehend simultan und die Projekte werden bereits in den allerersten Planungsphasen unterstützt.
„Wenn wir die Bodenkennwerte wie auch den idealen Standort ermittelt haben und das Logistikkonzept steht, beginnen bei uns bereits Analyse und Planung für die erforderlichen Baumaßnahmen, Bauplanung, Statik, Haustechnik und Brandschutz sowie die Erstellung eines Zeitplans für den koordinierten Einsatz der Gewerke“, berichtet Behrendt.

Zeitgewinn bei Realisierung
Das bedeute für den Auftraggeber einen Zeitgewinn bei der Projektrea­lisierung. Zudem flössen bauliche Aspekte, die aus den Erfahrungen von Referenzprojekten gewonnen wurden, frühzeitig in die Projektplanung ein. So gelte es gerade bei Logistikimmobilien, neben Bodenanalyse und Flächenberechnung auch Zufahrten sowie Wende- und Rangiermöglichkeiten zu überplanen.

Dem Thema Energieeffizienz kommt nicht nur bei der Ausstattung der Intralogistik ein hoher Stellenwert zu. Auch beim Bau der Logistikimmobilie bestimmen Nachhaltigkeitsaspekte für einen möglichst klimaneutralen, verbrauchsarmen Betrieb die Gestaltung des Baukörpers. „Der Energiebedarf von Logistikgebäuden wird oft unterschätzt“, verdeutlicht Behrendt. „Bereits ein kleines automatisches Palettenlager kann pro Tag rund 1.500 kWh verbrauchen. Mit einem optimierten Energiekonzept kann eine gute Logistikplanung einen wesentlichen Teil dieser Kosten ausgleichen.“

Das Repertoire an Optionen reicht von integrierten Solar-, Erdwärme- oder Windkraftanlagen über Wärmedämmung und Heizungs-/Lüftungseffizienz, Energieeinsparungen durch LED-Beleuchtung, energieeffiziente Flurförderzeuge und Fördertechniken bis zum Energieverbrauchsmanagement. „Nachhaltigkeit kennzeichnen wir seit vielen Jahren mit unserem Label ‚Green Logistics‘. Darunter entwickeln wir zertifizierte Gebäude – und bieten im Markt ein Audit zur Zertifizierung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz auch bei Bestandsimmobilien“, erläutert Behrendt.

Im Rahmen solcher Zertifizierungen weisen die Experten des Intralogistikers die Gesamtperformance eines Gebäudes unter ökologischen, ökonomischen, soziokulturellen und technischen Qualitäten sowie in der Prozessqualität nach international anerkannten Gütesiegeln wie DGNB, LEED und BREEAM aus und erstellen eine entsprechende Dokumentation. Solche Zertifizierungen für Logistikimmobilien sind inzwischen auch bei großen Entwicklern von Logistikimmobilien wie etwa Prologis, Goodman oder Segro üblich.

Zuschüsse beantragbar
Darüber hinaus unterstützt der Generalunternehmer SSI Schäfer beim Aufbau eines Energiemanagementsystems mit permanentem Energie-Monitoring. „In einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess lassen sich dabei Gebäudetechnik und Logistikanlage Schritt für Schritt energetisch optimieren.“ Was einige Bauherren nicht wissen: Viele solcher Green-Logistics-Maßnahmen werden überdies mit Fördergeldern bezuschusst.

Mit der Realisierung des zentralen Logistikzentrums von Modeschmuckanbieter Beeline setzte SSI Schäfer als Generalunternehmer für Bau und Logistik nach eigenen Angaben „neue Maßstäbe hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit von Prozessen und Gebäudehülle in der Logistik“. Die Anlage in Köln sei ein Referenzprojekt für die Potenziale der Green Logistics, heißt es aus der Zentrale des Intralogistikers. Die Konzeption mit zweistufiger Batch-Kommissionierung, Twin-Sorter-Konzept und Automationssystemen ermöglicht dem Kunden Durchsätze von bis zu zehn Millionen Artikeln pro Monat.

Bei Investitionen in eine Logistikimmobilie, das zeigen unter anderem die genannten Beispiele, bietet die Auftrags­vergabe an einen ausgewiesenen Spezialisten für Intralogistik und Bau den Bauherren eine Vielzahl von Vorteilen. „Keine Verzögerungen, keine späten Umplanungen, keine Schnittstellen oder Reibungspunkte zwischen verschiedenen Auftragnehmern und Gewerken – ein Realisierungspartner mit voller Verantwortung von der Standortwahl bis zur After-Sales-Betreuung“, resümiert Behrendt.



Aktuelle Fotostrecke

In Landshut geht ein nach neuesten Maßstäben der Nachhaltigkeit konzipiertes Logistikzentrum mit 48.000 Quadratmetern in Betrieb nach nur zwölf Montaten Entwicklungszeit. E-Lkw von Framo bei...

Inhalt in sozialen Medien teilen

Logistik-Themen mit ähnlichen Inhalten...

 

© 2017 HUSS-VERLAG GmbH München | Alle Rechte vorbehalten