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Gast-Kommentar | LOGISTIK HEUTE-Magazin Nr.3 / 2013

Wir brauchen profitable und moralisch vertretbare Supply Chains!


Weil der Wettbewerb in puncto Preis und Lieferzeit immer härter wird, bringen bekanntlich viele Unternehmen neue Produkte oder Dienstleistungen in immer kürzeren Zeitabständen auf den Markt und halten dabei gleichzeitig die Preise niedrig. Um diese neuen Produkte aber schneller und kostengünstiger herausbringen zu können, lagern viele Firmen Entwicklung, Produktion und sogar Wartungsarbeiten an Lieferanten aus.

Da die globalen Wertschöpfungsketten dadurch immer komplexer und undurchsichtiger werden, sind viele der Auftraggeber nicht mehr dazu in der Lage, gleichzeitig Kostenoptimierungen, Zeiteffizienz, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sicherzu-stellen. In vielen Fällen vergeben die beauftragten Lieferanten auch ihre Aufgaben an Subunternehmen, ohne das ihren Kunden mitzuteilen oder sich eine Genehmigung einzuholen. In den vergangenen Jahren waren viele Unternehmen, darunter Apple, Baxter International, Boeing, Mattel und Wal-Mart, mit einer ganzen Reihe von Herausforderungen konfrontiert: Diese gingen von Lieferverzögerungen, Kostenüberschreitungen über Kinderarbeit, verdorbene Waren sowie Verstößen gegen Umweltgesetze bis hin zu Arbeitsplatz- und Produktsicherheit.

Nachdem wir auf der EXCHAiNGE-Konferenz die Ursachen für diese Herausforderungen, die mit Outsourcing und Offshoring in Verbindung stehen, erörtert haben, diskutieren wir Lösungen, damit Unternehmen die drei großen P-Ziele der Nachhaltigkeit erreichen: „profit, people and planet“. Wir vertreten die Auffassung, dass ein gutes Supplier Relationship Management, Auswahlstrate­gien für Zulieferer, Supply Chain Visibility, Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Supply-Chain-Partnern sowie Bonus-Abkommen mit Lieferanten die Voraussetzung dafür sind, dass eine Firma eine profitable und gleichzeitig moralisch vertretbare Supply Chain aufbauen kann.



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