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LogiMAT Daily 2015: Vielfältige Einblicke


FÖRDERTECHNIK

Der wachsende E-Commerce und Zukunftsprojekte wie Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge verändern die Intralogistik. Automationssysteme werden nachhaltiger, energieeffizienter, modularisier- und skalierbar. Der demografische Wandel, der anhaltend wachsende E-Commerce sowie Zukunftsprojekte wie Industrie 4.0 und das Internet der Dinge sind gegenwärtig die Treiber für zunehmende Automation der Intralogistik in den Unternehmen – und füllen die Auftragsbücher der Fördertechnik- und Anlagenbauer. „Industrie 4.0 ist nicht nur ein beliebtes Schlagwort, sondern erfordert adäquate Antworten auch im Bereich Intralogistik“, urteilt Jürgen Hess, Vorsitzender der Geschäftsführung Miebach Consulting (Halle 5, Stand 5D15). Das Warehousing 4.0 werde eine Flexibilisierung von Automatiksystemen bringen. Die umfasse die Integration der Warezum- Mann-Kommissionierung aus Behältern und Paletten an einem Arbeitsplatz oder dynamisch erweiterbare Lager- und Fördersysteme auf Basis der Technologien von Shuttle-Lösungen und fahrerlosen Transportsystemen.

Kleinere Losgrößen

Zudem sorgen immer kleinere Auftragsgrößen, immer mehr Sonderwünsche der Kunden bei gleichzeitig immer kürzeren Lieferzeiten national und international für eine hohe Nachfrage nach hochdynamischen Logistik- und Kommissioniersystemen. Durch die Verknüpfung von unterschiedlichen Vertriebskanälen und der damit zusammenhängenden Vermischung verschiedener Auftragsstrukturen werden sich die Logistiklösungen insbesondere für den Versandhandel in den nächsten Jahren deutlich verändern. „Kurzfristig skalierbare Systeme sowie flexibel erweiterbare Anlagentechnik werden sich in der Intralogistik durchsetzen“, sagt Hess.

„Vollautomatisierte, aber auch teilautomatisierte Anlagen müssen sich auf schnellere Zyklen und kleinere Losgrößen anpassen“, urteilt Stefan Rauscher, Geschäftsführer und Inhaber der Franz X. Rauscher KG (Halle 1, Stand 1G11). „Diese Anforderungen beobachten wir derzeit insbesondere in der Ersatzteillogistik für die Automobilbranche sowie in der Logistik für den Maschinenbau, die Bauindustrie, den technischen Handel und vor allem den Onlinehandel“, fährt er fort.

Um die Anforderungen des Marktes zu erfüllen, verfolgen die Anbieter, das zeigt das auf der Logi- MAT 2015 präsentierte Produktspektrum, bei der Systementwicklung durchaus unterschiedliche Entwicklungstendenzen. Die Schwerpunkte reichen von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz über Modularisierung und Skalierbarkeit der Automationssysteme bis hin zu frei navigierenden Transportshuttles. So fokussiert die Aberle GmbH beim gemeinsamen Messeauftritt mit ihren Schwesterunternehmen Aberle Software GmbH und Langhammer GmbH auf einem Messestand in Halle 1 (Stand 1C10) mit ihrem modularen „Prozess Management Systems“ (PMS) insbesondere das Thema Energieeffizienz. Gemeinsam mit der Hochschule Mannheim hat das Unternehmen einen softwarebasierten Energieleitstand für eine energieeffiziente Prozesssteuerung entwickelt. Unter der Devise „maximale Leistung bei minimalen Energiekosten“ lassen sich damit die bisher getrennten Welten von Haustechnik, Logistikleitstand und ERPSystemen erstmals in einem System zusammenführen. Allein die softwarebasierte Anlagensteuerung mit dem neuen Energieleitstand soll den Energieverbrauch in hochdynamischen Lägern in Summe nachweisbar um bis zu 30 Prozent senken. Hinzu kommen die Energiesparpotenziale bei der Haustechnik. „In Summe lassen sich mit dem Software-Modul mehr als 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs einer Logistikimmobilie einsparen“, fasst Aberle-Geschäftsführer Andreas Ebert zusammen. „Damit verringert sich der Anteil der Energiekosten für die Intralogistik in der gesamten Supply Chain von bislang 25 auf weniger als 15 Prozent.“

Innovationen auf der LogiMAT

Hardwareseitig wird der Aberle-Messeauftritt von einer Produktneuheit der Langhammer GmbH getragen. Sie stellt mit „The Wave“ in einer Live-Präsentation eine neue Systemlösung für vollautomatische, robotergestützte Lagenpalettierung vor. Besonderheit: der Carbon-Lagengreifer. An einem Übergabeplatz werden an einem Gliederband unter der Produktlage zwei sanft aufeinander zulaufende Wellen erzeugt. Sie ermöglichen es, von zwei Seiten Carbon-Rollenmatten unter die Lage zu führen, die den Greiferboden bilden.

Einen ähnlichen Produktschwerpunkt legt die Dematic GmbH (Halle 1, Stand 1H31). Neben Sorterund Fördertechnik sowie einer IT-Plattform für die Lagersoftware präsentiert der Hersteller unter dem Motto „High-Speed Sorting and Conveying“ erstmals auch das automatisierte Palettiersystem „AMCAP“ für Handels- und Produktionsunternehmen. Das Palettiersystem kann – von kleinen Boxen, Dosen und Gläser-Trays, offenen oder geschlossenen Kartons und bis zu unterschiedlichen Getränkeeinheiten – bis zu 15.000 verschiedene Artikel handhaben. Dabei kalkuliert die Dematic-Software „PackBuilder“ im Voraus die kundengerechte Gestaltung und Ladesequenz der Palette.

„Die effiziente Warenverteilung von Paletten und Rollbehältern auf demselben Fördersystem“ steht im Zentrum des Messeauftritts der Schweizer Gilgen Logistics AG (Halle 1, Stand 1F105). Mit dieser Kombi- Technik sieht Gilgen-Geschäftsführer René Holzer eine „zuverlässige, platzsparende und nachhaltige Logistiklösung“ entwickelt, die sich bereits im Einsatz bei vielen namhaften Firmen bewährt.



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