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Digitalsierung: Furcht vor Hackerangriffen wächst

Logistiker sehen sich laut Studie gegen Cyberkriminalität aber gut gewappnet.


Der KEP- und Logistikdienstleister Hermes Germany hat die jüngste Ausgabe seines Barometers „IT- und Datensicherheit in der Supply-Chain“ veröffentlicht, eine Befragung unter 200 Logistikentscheidern deutscher Unternehmen. Demnach sieht die Logistikwirtschaft sich als Vorreiter in Sachen Digitalisierung und Vernetzung insgesamt gut gewappnet gegen mögliche Risiken.

Investitionen gefordert

Hackerangriffe, Computerviren und ähnliche IT-Sicherheitsvorfälle sollen für 41 Prozent der Logistikentscheider die größte Bedrohung für die eigene Lieferkette darstellen. Zudem sei jeder achte Befragte der Meinung, dass Unternehmen in der Zukunft deutlich mehr investieren müssen, um die Datensicherheit innerhalb der Supply Chain zu gewährleisten. „Mit der weiteren Vernetzung logistischer Abläufe und dem Ausbau der unternehmensübergreifenden Informationsarchitektur werden die Anforderungen an die IT-Sicherheit zukünftig weiter steigen“, kommentiert Jan Bierewirtz, Bereichsleiter Business Development Supply-Chain Solutions bei Hermes Germany, die Ergebnisse.

Cyberangriffe häufiger

Bei jedem fünften befragten Unternehmen (19 Prozent) soll es laut der Studie bereits in der Vergangenheit zu Störungen oder Unterbrechungen der Lieferkette durch Cyberangriffe gekommen sein. Um sich vor derartigen Angriffen zu schützen, priorisieren die Befragten laut Barometer die Absicherung des Firmennetzwerkes gegen Datenabfluss (71 Prozent), gefolgt von der Verschlüsselung von Netzwerkverbindungen und E-Mails (55 Prozent) sowie der Implementierung von Notfallplänen (39 Prozent).

Weiterbildung weniger wichtig

Der Weiterbildung von Management und Mitarbeitern messen lediglich 25 Prozent eine hohe Bedeutung bei, Hintergrund-Checks vor der Besetzung sensibler Positionen finden nur 19 Prozent relevant. Die IT-gestützte Lagerhaltung, die Produktion und der Onlinehandel werden von der breiten Mehrheit der Teilnehmer als weniger bedrohte Unternehmensbereiche eingestuft. Gut die Hälfte aller Befragten sieht die Kunden- und Mitarbeiterdaten sowie den automatischen Datenaustausch zwischen Lieferanten und Partnern hingegen als besonders gefährdet an. (jk/sln)


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