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Forschung: Notfallkoffer für die Logistik

Verfahrensweisen sollen hohe Verfügbarkeit und Resilienz sicherstellen.


Die Hochschule Fulda hat gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Risikomanagement RiskNET einen Methodenkoffer entwickelt, mit dem Risiken kritischer logistischer Infrastrukturen identifiziert und entsprechende Notfallpläne aufgestellt werden sollen. Das gab die Hochschule Anfang Juli offiziell bekannt.

25 Methoden zur Auswahl

Demnach stellt der Methodenkoffer in strukturierter Form insgesamt 25 Verfahrensweisen vor, mit denen Unternehmen in der Lage sein sollen, logistische Infrastrukturen wie Häfen, Straßen- und Schienennetze, Flughäfen und Logistikzentren nach Naturkatastrophen, terroristischen Anschlägen sowie Unfällen in Betrieb zu halten. Ziel sei es, Logistikdienstleister und- verantwortliche zu befähigen, besseres Risikomanagement zu gewährleisten und auch in Ausnahmesituationen für eine intakte Lieferkette zu sorgen.

Unternehmen unterstützen

„Je besser die Risiken identifiziert, analysiert und bewertet werden, desto besser ist auch die Grundlage für die Handhabung der Risiken“, sagt Prof. Dr. Michael Huth, Lehrstuhl für allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der HS Fulda, der das Projekt leitete. „Ein effektives Risikomanagement sorgt dafür, dass die Risiken bekannt sind und dass für diese Risiken proaktive Maßnahmen zur Verminderung oder Vermeidung, aber auch Notfallpläne für den Fall der Fälle entwickelt sind, um zu einem höheren Sicherheitsniveau zu gelangen. Mit dem Methodenkoffer wollen wir die Verantwortlichen dabei unterstützen, Lösungsansätze, Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln, um Risiken effektiv zu begegnen.“

Kreative Ansätze

Deshalb gehe der Methodenkoffer nicht nur auf Kollektions- und analytische Praktiken ein, sondern auch auf kreative Vorgehensweisen, die sich laut der Hochschule besonders für neue, noch nicht bekannte Risiken eignen. Für jede Methode liefert der Koffer eine kompakte Beschreibung, zeigt Stärken und Schwächen auf und macht die jeweiligen Anforderungen deutlich, so das Forscherteam. Ergänzt werden die Beschreibungen durch ausgewählte Beispiele aus dem Bereich Logistik.

Projekt zur Umsetzung gestartet

Das Projekt, das den Titel „RIMA-KIL – Risikomanagement für kritische Infrastrukturen in der Logistik“ trägt, wurde aus Mitteln der Innovationsförderung des Landes Hessen unterstützt und am House of Logistics and Mobility (HOLM) durchgeführt. Es wird laut HS Fulda inzwischen durch ein weiteres Forschungsvorhaben (BARM-KIL) ergänzt, bei dem die konkrete Umsetzung des Risikomanagements für kritische Infrastrukturen in der Logistik empirisch erhoben wird. „Nach Abschluss beider Projekte kennen wir den Status des Risikomanagements, geben aber auch konkrete Handlungsempfehlungen, wie Risiken noch besser gehandhabt werden können“, sagt Huth.


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