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Studie: Ausbildung für Lagerfachkräfte nur mittelmäßig

DGB fordert Verbesserung der Ausbildungsqualität in Deutschland.


Hinsichtlich der Qualität, Vergütung und Arbeitszeiten liegt die Ausbildung zur Fachkraft Lagerlogistik in Deutschland lediglich im Mittelfeld. Das geht aus dem „Ausbildungsreport 2017“ hervor, der jährlich vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) herausgegeben wird.

Vier Kriterien

Ermittelt wurden die Ergebnisse dem DGB zufolge anhand der Kriterien „Arbeitszeiten und Überstunden“, „Ausbildungsvergütung“, „der fachlichen Qualität der Ausbildung im Betrieb“ sowie der „persönlichen Beurteilung der Ausbildung“.

Ausbildungsqualität schlecht bewertet

Besonders was die Qualität der Ausbildung im Berufszweig angeht, schneidet die Lagerlogistik laut dem Bericht schlecht ab. Hier liegt der Job lediglich auf Platz 21 von insgesamt 25 ausgewerteten Berufen – und damit im Bereich der schlechten Bewertungen. Weniger gut wurden nur noch die Ausbildungen zum Kaufmann für Groß- und Einzelhandel, zum Anlagentechniker sowie zu einigen Berufen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe bewertet. Abgefragt wurden hier etwa die Einhaltung des Ausbildungsplans, die Zufriedenheit mit der Erläuterung von Tätigkeiten sowie das Vorhandensein von Ausbildungspersonal.

Überstunden okay

Etwas besser sieht es für den Fachbereich laut der Autoren in Sachen Ausbildungszeiten und Überstunden aus. Die Lagerlogistik landet in diesem Bereich insgesamt auf dem zwölften Platz und damit im Mittelfeld. Und auch was die persönliche Beurteilung der Ausbildung angeht, gehört die Lagerlogistik nicht zu den Berufen, die am schlechtesten beurteilt wurden. Hier steht der Beruf an 18. Stelle des Rankings. Zudem ist laut DGB die Berufsgruppe Lagerlogistik noch immer männlich dominiert, was bedeutet, dass der Anteil männlicher Auszubildender bei rund 80 Prozent liegt.

Ausbildung muss verbessert werden

Grundsätzlich kommt der Deutsche Gewerkschaftsbund im Ausbildungsreport 2017 zu der Einschätzung, dass die Ausbildungsbedingungen nicht nur im Bereich Lagerlogistik zukünftig verbessert werden müssen. Dies sei nötig, um die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit etlicher Berufsgruppen zu erhalten. Dafür fordert der DGB unter anderem die Sicherung der Ausbildungsqualität durch Stärkung der Kontrollfunktionen in den Kammern und bei der Ausbildungsberatung.

Regelmäßige Weiterbildung erwünscht

Zudem müsse die Eignung von Ausbildern hinsichtlich ihrer didaktischen, fachlichen und psychologischen Kompetenzen im Gesetz verankert werden. Dazu gehören nach Angaben des DGB auch regelmäßige Weiterbildungen. Um die Planungssicherheit der Nachwuchsarbeitnehmer zu verbessern, werden innerhalb der Studie außerdem Ankündigungsfristen bei einer geplanten Nichtübernahme gefordert. So solle für Auszubildende eine gesetzlich festgeschriebene dreimonatige Kündigungsfrist gelten.


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