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Wissenschaft: Schneller aufs Schiff

BIBA startet Forschungsprojekt zur Automobillogistik.


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Das BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik hat gemeinsam mit dem BLG Auto Terminal Bremerhaven und dem Softwareentwickler 28Apps ein Forschungsprojekt für optimierte Automobillogistik in See- und Binnenhäfen gestartet. Das gab das Institut am 14. September der Presse gegenüber bekannt.

Interaktive Planung und Steuerung

Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Automobillogistik im See- und Binnenhafen: Interaktive und simulationsgestützte Betriebsplanung, dynamische und kontextbasierte Steuerung der Gerät- und Ladungsbewegungen“ (Isabella) möchten die drei Partner nach eigenen Angaben ein intelligentes System entwickeln, das mithilfe mobiler Datenerfassung, Echtzeitstatusmeldungen und Simulationen die interaktive Planung und Steuerung des Autoumschlags in See- und Binnenhäfen ermöglicht.

Theorie und Praxis

BIBA fungiert innerhalb des auf drei Jahre angelegten Projekts als Forschungspartner und möchte eigenen Aussagen zufolge seine Expertise in den Bereichen Planung und Steuerung logistischer Prozesse sowie autonomer Entscheidungsfindung in das Vorhaben einbringen. BLG Auto Terminal fungiert laut dem Institut als Anwendungspartner und Gesamtprojektleiter. So soll die praxisorientierte Entwicklung des Vorhabens gewährleistet werden. Im Terminal des Dienstleisters in Bremerhaven soll das System nach seiner Fertigstellung pilotiert und anschließend im Binnenterminal Kelheim getestet werden.

Multitouch-Tisch für Befehle

Der Bremer Technologieanbieter 28Apps verantwortet laut BIBA die Entwicklung der Software-Anwendung für den geplanten Multitouch-Tisch und darüber hinaus die Umsetzung des Steuerungskonzepts in eine mobile Anwendung. Über den großen Bildschirm eines Multi-Touch-Tisches sollen sich einfach per Fingergesten Informationen abrufen und Befehle eingeben lassen. Er ist neben den Anwendungen über mobile Geräte ein zentrales Bedienelement des Isabella-Systems.

Reaktionsschnelle Planung

„Eine simulationsgestützte Planung soll eine reaktionsschnelle Anpassung der Planung bei auftretenden Änderungsbedarfen und das Überprüfen von Alternativen ermöglichen. Über einen Multitouch-Tisch werden die aktuellen Planungssituation des Terminals und die Planungsalternativen dargestellt“, sagt BIBA-Leiter Prof. Dr. Michael Freitag. „Dahinter steht eine sogenannte ‘ereignisdiskrete Simulationssoftware‘. Sie berücksichtigt zahlreiche Kriterien und aktuelle Ereignisse und bewertet die Planungsalternativen hinsichtlich bestimmter logistischer Zielgrößen.“

Mitarbeiterkapazitäten besser nutzen

Damit möchten die Forschungspartner nach eigenen Aussagen eine verbesserte Nutzung von Ressourcen sowie Mitarbeiterkapazitäten im Verladeprozess erreichen. Zudem sollen durch das System Leerfahrten auf dem Terminal reduziert und somit die Effizienz gesteigert werden.

Förderung vom Bund

Im Rahmen des Programms für innovative Hafentechnologien wird das Forschungsvorhaben mit 2,6 Millionen Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Insgesamt sollen 3,7 Millionen Euro Fördergelder fließen. Begleitet werden soll das Projekt außerdem vom TÜV Rheinland.


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