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Seefracht: „Schicksalsfrage“ in Hamburg?

HHLA knüpft Firmenschicksal an Elbvertiefung.

Die Hängepartie um die Elbvertiefung ist das derzeit größte Hindernis für den Containerumschlag im Hamburger Hafen. Das sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters kürzlich auf der Hauptversammlung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Weil die Zahl extrem großer Containerschiffe schneller steige als erwartet, werden die Zeitfenster, in denen die Containerriesen bei Flut in Hamburg ein- und auslaufen können, zunehmend knapp, zitiert die Tageszeitung „Die Welt“ den Manager.

Demnach machen Aktionäre und Kunden des Hafenkonzerns bereits Druck. Die einen beklagen seit Jahren die schlechte Börsenperformance ihrer Unternehmensanteile, die anderen denken darüber nach, auf konkurrierende Häfen wie den im Ausbau befindlichen Hafen Rotterdam oder den bisher kaum ausgelasteten neuen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven auszuweichen.

„Für uns und den Schifffahrtsstandort ist eine positive Entscheidung des Gerichts eine Schicksalsfrage. Eine weitere Verzögerung können wir unseren Kunden, insbesondere in Fernost, nicht mehr glaubhaft erklären", betonte Peters. Damit macht der HHLA-Chef erstmals die ruhenden Baggerarbeiten beim Ausbau der Fahrrinne von Außen- und Unterelbe für die schlechten Zahlen der HHLA verantwortlich. Weitere Gründe seien die schwere Wettbewerbssituation und die schleppende Weltkonjunktur.

Laut dem Welt-Bericht hat das Leipziger Bundesverwaltungsgericht für Herbst dieses Jahres eine mündliche Verhandlung über die Klagen der Umweltverbände gegen die Elbvertiefung angekündigt. Unklar sei, ob es anschließend sofort entscheiden oder wasserrechtliche Fragen dem Europäischen Gerichtshof in Brüssel vorlegen wird. Für den Fall einer negativen Entscheidung zur Elbvertiefung habe die HHLA noch keinen Plan B in der Tasche. Jedoch diversifiziere der Hafenkonzern bereits, etwa mit dem Standbein Intermodal.


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