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Forschung: Neue Softwareschmiede in Dortmund

Fraunhofer-Institut gründet Innovationszentrum für Logistik und IT.

Im Rahmen des Zukunftskongresses Logistik - 32. Dortmunder Gespräche ist am 16. September das Fraunhofer-Innovationszentrum für Logistik und IT (FILIT) gegründet worden. Mit der Eröffnung des Zentrums wollen das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST einen „radikalen Wandel“ in der Softwareproduktion einläuten: Die Logistik werde Treiber der Softwareentwicklung, heißt es aus dem Fraunhofer IML.

„Statt mit den Systemen zu leben, die die Softwareindustrie uns anbietet, muss die Logistik zu der führenden Instanz in der Softwareproduktion werden. Dies kann nur durch einen radikalen Wandel in der Softwareentwicklung gelingen. Wir müssen in Deutschland künftig Software produzieren wie Autos – zielgerichtet, informationseffizient und ökonomisch“, betonte Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer IML.

Die Zusammenarbeit wird sich auf die drei Leitthemen „Data Innovation“, „Health Care Innovation“ und „Compliance Innovation“ konzentrieren. Konkrete Fragestellungen werden dabei neben Softwarelösungen für Industrie 4.0, Big Data, Cloud Computing oder innovative digitale Geschäfts- und Prozessmodelle, auch die IT-Sicherheit sowie die IT-gestützte Verbesserung der Gesundheitsversorgung sein.

Als erster Bereich wird das „Data Innovation Lab“ unter Leitung von Prof. Dr. Boris Otto an den Start gehen. Otto, der Inhaber des Audi-Stiftungslehrstuhls Supply Net Order Management an der TU Dortmund ist, wird neben den geschäftsführenden Institutsleitern beider Fraunhofer-Institute, Prof. Dr. Michael ten Hompel und Prof. Dr. Jakob Rehof, die strategische Leitung des FILIT übernehmen. Die Leiter des FILIT haben sich nun auf die Fahnen geschrieben, Politik und Wirtschaft von ihrer Mission zu überzeugen.

Den ersten Erfolg können sie bereits verzeichnen: Mit dem geplanten „DB Schenker Enterprise Lab for Logistics and Digitization“ am Fraunhofer IML in Dortmund wurde bereits ein Logistikdienstleister als Mitstreiter gefunden. Während des Zukunftskongresses unterzeichnete Dr. Hansjörg Rodi, Vorstandsvorsitzender der Schenker Deutschland AG, ein sogenanntes Memorandum of Understanding (MOU).

Vor den rund 500 Teilnehmern des Kongresses betonte er, dass sich mit der Unterschrift ein Kreis schließe. Vor drei Jahren habe sein Unternehmen beschlossen, mehr Geld in die Forschung zu stecken. Jetzt gehe man weitere Schritte. „Unser Credo lautet: Innovation geschieht nur über permanente Vernetzung und Verbesserungen“, so Rodi. Im gesamten Lab sollen bis zu 30 Arbeitsplätze entstehen.


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