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Strategie: Weidmüller verlagert Zentrallager

Elektrotechnikhersteller geht im Zuge des Programms „Supply Chain Excellence“ nach Dortmund.

Im Herbst 2015 will die Weidmüller Interface GmbH & Co. KG mit dem Umzug ihres globalen Distributionslagers vom Firmensitz Detmold nach Dortmund beginnen. Wie LOGISTIK HEUTE berichtete, soll die Schenker Deutschland AG, Frankfurt, dort künftig Fertigwaren des Elektrotechnikherstellers lagern. Ab Dortmund versendet die Bahntochter dann die Weidmüller-Produkte aus den Bereichen Energie, Signale und Daten weltweit an Kunden sowie an Produktions- und Vertriebslager in mehr als 80 Ländern.

Seit Kurzem rollen dafür bereits die Bagger auf der 450.000 Quadratmeter großen Konversionsfläche des ehemaligen Stahlstandorts „Westfalenhütte“ im Dortmunder Norden. Hier errichtet die Hamburger Garbe Logistic AG bereits die zweite Logistikhalle für Schenker. Schon beim Bau der ersten Halle, die Garbe im Frühjahr 2014 an DB Schenker übergeben hat (LOGISTIK HEUTE berichtete), hatte sich der Logistikdienstleister das Erweiterungsgrundstück gesichert.

Fertigstellung im Frühjahr 2015

In die neue Anlage wird Garbe insgesamt rund 16 Millionen Euro investieren. Sie soll über 20.800 Quadratmeter Hallen- und Bürofläche verfügen und direkt an das bestehende „Shared Logistics Center“ anschließen. Der Neubau soll im Frühjahr 2015 fertiggestellt werden und rund 100 neue Arbeitsplätze bei Schenker schaffen.

Allen fest angestellten Logistikmitarbeitern in Dortmund will Weidmüller einen Platz in anderen Unternehmensbereichen, etwa der Produktion und der Qualitätssicherung, anbieten und eine entsprechende Qualifizierungsinitiative starten. Das sagte Marcus Schwarz, Executive Vice President Logistics + SCM bei Weidmüller, im Exklusiv-Gespräch mit LOGISTIK HEUTE. Diese Vereinbarung habe Weidmüller im September mit dem Betriebsrat geschlossen, nachdem die Arbeitnehmervertretung im April 2014 vor dem Arbeitsgericht Detmold gegen das Vorhaben eine einstweilige Verfügung erwirkt hatte (LOGISTIK HEUTE berichtete).

Umsatz soll bis 2020 auf eine Milliarde Euro wachsen

Bei derartigen Veränderungsprojekten sei die interne Kommunikation sehr wichtig. „Von Anfang an haben wir die Mitarbeiter regelmäßig persönlich und schriftlich informiert“, erläutert Dominique Alhäuser, Projektleiterin Unternehmenskommunikation bei Weidmüller. Gründe für das Outsourcing waren laut Schwarz die nicht mehr zeitgemäße logistische Infrastruktur und die begrenzten baulichen Erweiterungsmöglichkeiten am bisherigen Lagerstandort. Zudem wachse Weidmüller seit vier Jahren in Folge. Bis 2020 soll der Umsatz auf jährlich mehr als eine Milliarde Euro steigen.

Das jetzt begonnene Vorhaben sei Teil des mehrjährigen Programms „Supply Chain Excellence“. Gestartet vor zwei Jahren soll es voraussichtlich Ende 2015 größtenteils abgeschlossen sein, so der SCM-Manager. Ziel sei die Straffung des gesamten Logistiknetzwerkes. „2015 folgen noch größere Umstellungen“, kündigt Schwarz an. Unter anderem soll auch das bisherige Fertigwarenlager in Detmold modernisiert werden. Die frei werdenden Flächen sollen künftig als Produktionslager dienen.


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