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Prognose: Frachtverkehr vervierfacht sich bis 2050

Laut "ITF Transport Outlook 2015" verlängern neue Handelsströme Lieferdistanzen.

Mit der Verschiebung globaler Handelsströme wird sich das internationale Frachtvolumen bis 2050 um das Vierfache erhöhen. Die Entfernung, die internationale Güterfracht durchschnittlich zurücklegt, wird um zwölf Prozent steigen. Das geht aus der aktuellen Marktprognose "ITF Transport Outlook 2015" des International Transport Forum der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor.

Gemessen am Frachtvolumen (in Tonnenkilometern) wird die Nordpazifikroute den Nordatlantik demnach als wichtigsten Handelskorridor ablösen. Dort wächst der Güterverkehr um 100 Prozentpunkte schneller als im Nordatlantik. Starkes Wachstum prognostizieren die Studienmacher auch auf den Seerouten im Indischen Ozean, wo sich das Frachtvolumen vervierfachen soll. Besonders stark soll laut der Studie der Binnengüterverkehr in Afrika (plus 715 Prozent) und Asien (plus 403 Prozent) zunehmen, wo es an Alternativen zum Straßentransport mangelt.

Kohlendioxidemissionen steigen um 290 Prozent

Ein weiteres Ergebnis: Durch den zunehmenden Frachtverkehr sollen die Kohlendioxidemissionen bis 2050 um 290 Prozent steigen. Hier kann die nationale Politik stärker einwirken als auf internationaler Ebene, wo Abkommen nötig sind, geht weiter aus der Studie hervor. Denn nationale Frachtströme machen zwar nur ein Zehntel der globalen Handelsfracht aus, verursachen aber 30 Prozent der Kohlendioxidemissionen.

Um drohende Kapazitätsengpässe im Frachtverkehr zu vermeiden, empfehlen die Studienmacher ein verbessertes Kapazitätsmanagement und eine höhere Fahrzeugauslastung entlang der globalen Logistikketten. Zudem fordern sie mehr alternative und multimodale Verbindungen. Für die zunehmend größeren Frachtschiffe, die sogenannten Megacarrier, gelte es, nicht nur die seeseitige Infrastruktur anzupassen, sondern auch die Hinterlandanbindungen.


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