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Supply Chain Days 2015: Von Industrie 4.0 und der digitalen Lieferkette

SCM-Kongress in Heidelberg beleuchtete die „Digital Supply Chain“.


Mit den Herausforderungen durch die „Digital Supply Chain“ haben sich am 17. und 18. Juni 2015 in Heidelberg die neunten „Supply Chain Days“ beschäftigt. Rund 110 Supply-Chain-Experten, Manager und Wissenschaftler diskutierten in der Stadt am Neckar, wie Industrie 4.0 das Supply Chain Management der Unternehmen verändert. Eingeladen zur zweitägigen SCM-Fachkonferenz hatte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young).

Die Vorträge beleuchteten die verschiedenen Aspekte und Dimensionen der digitalen Lieferkette: die Vernetzung – von Unternehmen wie auch von Maschinen –, die Koordination der Material-, Informations- und Finanzflüsse sowie die Automatisierung von Entscheidungen.

Standards gefragt

Professor Detlef Zühlke vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz – einer der Väter des Begriffs „Industrie 4.0“ – zum Beispiel wies in seinem Vortrag laut EY darauf hin, dass es an der Zeit sei, sich auf allgemein anerkannte Standards für Schnittstellen und Kommunikationsprotokolle zu verständigen. Hier seien die großen Player am Markt gefragt, die damit der Entwicklung von Industrie 4.0 in Deutschland einen entscheidenden Impuls geben könnten. Ein technischer Standard präge sich immerhin bereits aus: OPC UA (OPC Unified Architecture) ermögliche es, mit gesicherten Protokollen auf Steuerungen zuzugreifen. Damit sei ein erster wichtiger Schritt getan – weitere müssten folgen.

Digitalisierung geht alle an

Die Referenten waren sich den Veranstaltern zufolge einig, dass die Digitalisierung alle Bereiche erfasse. Die Elektromobilität zeige dies deutlich, betonten demnach Adam Plumpton, Director Worldwide Logistics bei Tesla Motors, und auch Frank Meier, Vorstand beim Antriebs- und Automatisierungsspezialisten Lenze SE: Elektronik und Software verdrängten Mechanik, immer mehr Funktionen der Produkte würden von Software übernommen.

Industrie der Zukunft

Wenn von Industrie 4.0 die Rede sei, dann gehe es meist um das Vernetzen von Maschinen und Anlagen, um selbststeuernde Produktionsprozesse in „Smart Factories“, stellte Dr. Christoph Kilger, Partner bei EY, fest. Doch in der Industrie der Zukunft gehe es auch darum, solche Prozesse über Unternehmensgrenzen hinweg digital zu steuern. Die Digital Supply Chain biete, so Kilger, neue Möglichkeiten von Kooperation und Wertschöpfung und erhebliche Potenziale, um Flexibilität und Geschwindigkeit zu steigern. Die große Herausforderung besteht laut dem EY-Experten darin, die enorme Komplexität dieses Systems zu beherrschen.


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