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Übernahme: Infor kauft sich für 675 Millionen Dollar in die Cloud ein

Softwareanbieter akquiriert Global-Commerce-Plattform GT Nexus.


Der amerikanische Softwareanbieter Infor hat mit der ebenfalls in Amerika sitzenden cloudbasierten Global-Commerce-Plattform GT Nexus Inc. eine Akquisitionsvereinbarung geschlossen. Der Abschluss im Wert von 675 Millionen US-Dollar (etwa 612 Millionen Euro) wird derzeit rechtlich geprüft und soll innerhalb von 45 Tagen abgeschlossen sein, teilt Infor mit.

Kunden: Sechs der größten Logistikdienstleister

GT Nexus habe einen Kundenstamm von etwa 25.000 Unternehmen – darunter seien sechs der zehn größten Logistikdienstleister sowie 30 globale Finanzinstitute. Zu den Kunden zählen unter anderem die Adidas Group, Caterpillar, DHL, Levi Strauss & Co., Maersk, Pfizer, Procter & Gamble sowie UPS. Insgesamt werden über das Cloud-basierte Business-Netzwerk nach Infor-Angaben Güter und Dienstleistungen im Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar (etwa 91 Milliarden Euro) pro Jahr verwaltet.

Cloud-Plattform als Koordinationsstelle

Von diesem Netzwerk und Know-how will Infor profitieren: Denn der Trend hin zur Auftragsfertigung bedeute, dass Produktionsprozesse vom eigenen ERP-System hin zu den Systemen der Zulieferer ausgelagert würden. Da viele Produkte heute von einer Vielzahl an Firmen gemeinsam entwickelt, produziert und ausgeliefert werden, empfiehlt sich eine gemeinsame Cloud-Plattform zur Koordination aller Prozesse, begründet Infor die Entscheidung.

Enge Zusammenarbeit möglich

GT Nexus biete dafür ein globales Auftragsmanagementsystem an, mit dem sich Geschäftsprozesse unternehmens- und partnerübergreifend steuern lassen. Firmen aus den Bereichen Handel, Mode und industrielle Fertigung können über dieses System eng mit ihren Zulieferern zusammenarbeiten sowie ihre Distribution abwickeln und optimieren. Das Netzwerk von GT Nexus ist dafür direkt in die Auftragsmanagementsysteme der Käufer und Lieferanten integriert. Käufer übermitteln ihre Aufträge über GT Nexus an ihre Lieferanten, Finanzinstitute, Frachtführer und Logistikdienstleister.

Ab in die Cloud

Charles Phillips, CEO von Infor, sagt: „In einer komplexen Supply Chain, in der sich Güter mit hoher Umlaufgeschwindigkeit bewegen, ist es für alle Partner essenziell zu wissen, was bestellt wurde, wann die Fertigung erfolgt ist, wo sich das fertige Produkt befindet, ob sich die Bestellung geändert sowie ob der Gegenstand den Zoll passiert hat.“ Außerdem würden die zunehmende Spezialisierung und Geschwindigkeit dafür sprechen, Produktion in die Commerce-Cloud zu verlagern.


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