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Lieferung: Drohne gegen Roboter – möge der Bessere gewinnen

Google-Mutterkonzern verkündet Drohnen-Einsatz ab 2017 – Start-Up setzt auf Roboter.


Der Kampf Drohne gegen Roboter auf der Letzten Meile ist eröffnet: Während der Mutterkonzern von Google, Alphabet, gerade bekanntgab, ab 2017 mit seinen Drohnen des „Project Wing“ ausliefern zu wollen, setzt ein junges Start-Up gleichzeitig auf die Belieferung per Mini-Roboter. Dazu hoben die ehemaligen Skype-Mitgründer Ahti Heinla und Janus Friis vergangenes Jahr das Unternehmen Starship Technologies aus der Taufe.

Die drei Nullen des Roboter-Projekts

Starship Technologies will nach eigenen Angaben einen kleinen Roboter-Fuhrpark zur lokalen Lieferung von Paketen und Lebensmitteln aufbauen. CEO Ahti Heinla sagt: „Unsere Vision dreht sich um drei Nullen: null Kosten, null Wartezeit und null Umweltbelastung.“

Achtung, Roboter auf dem Gehweg

Laut Starship Technologies können die Roboter mit einem Volumen von etwa zwei Einkaufstüten beladen werden. Geliefert werde innerhalb eines Zeitfensters, das der Kunde festlegt. Zudem sollen die Käufer den Standort des Roboters in Echtzeit über eine mobile Anwendung verfolgen können. Bei der Ankunft entsperrt der Kunde den „Mini-Lieferant“ mittels einer App. Für die nötige Sicherheit beim Transport sorgt laut Starship Technologies ein integriertes Navigationssystem sowie eine Software zur Kollisionsvermeidung. Denn die Roboter sollen mit einer Geschwindigkeit von etwa 6,4 Kilometern pro Stunde normale Fußwege für ihre Lieferfahrten benutzen. Zusätzlich werden sie dabei allerdings von einem Menschen überwacht.

Pilotprojekte im nächsten Jahr

Für KEP-Dienstleister böte die rollende Lieferantenflotte ein großes Potenzial, meint das Start-Up. Unter anderem seien die Roboter von lokalen Hubs aus einsetzbar. Das spare den Dienstleistern Zeit und Kosten. Starship Technologies will die ersten Pilotprojekte 2016 unter anderem in den USA und Großbritannien starten.

Google in Gesprächen mit Luftfahrtbehörde

Der Leiter des Google-Programms Project Wing, David Vos, verkündete derweil auf einer Luftfahrtkonferenz bei Washington, dass Google unter anderem mit der US-Luftfahrtbehörde (FAA) im Gespräch sei. Ziel der Gespräche sei ein Kontrollsystem für Drohnenflüge bis zu einer Höhe von maximal 150 Metern zu erstellen. „Unser Ziel ist es, den kommerziellen Betrieb ab 2017 aufzunehmen“, wird Vos in den Medien zitiert. Bereits im August vergangenen Jahres hatte Google Videos von Pilotflügen in Australien veröffentlicht. Hierbei kam eine Drohne zum Einsatz, die ihre Lieferung an einem Seil zu Boden schickte – eine Landung war nicht nötig.


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(Foto: BYD)
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