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Seefracht: Brunsbüttel bereit für LNG

Studie bestätigt Potenzial des Hafens als Importterminal für Flüssiggas.


Der Elbehafen Brunsbüttel eignet sich als Importterminal für den gesamten deutschen Flüssiggasbedarf für Schifffahrt und Infrastruktur. Das bestätigt die „Bedarfsanalyse LNG in Brunsbüttel“, die vom Fraunhofer-Center für maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) in Kooperation mit dem Beratungsunternehmen ILF Business Consult erhoben wurde.

Analyse und Experteninterviews

Darin untersuchen die Autoren aufgrund der Frage, wie in Brunsbüttel eine LNG-Infrastruktur erfolgreich implementiert werden kann, verschiedene Nachfragemärkte und zeigen anhand von Interviews mit Fachleuten aus Industrie und Wirtschaft sowie der Öl- und Gasbranche, den Bedarf für Flüssiggas in Deutschland auf. Zusätzlich werden auch die gegebenen Standortfaktoren, der Landverkehr sowie die Entwicklung auf dem internationalen Gasmarkt mit in die Analyse einbezogen, so die Brunsbüttel Ports GmbH.

Positive Auswirkungen

Die Studie bestätigt nicht nur das Potenzial des Hafens als Einfuhrportal, sondern zeigt nach Angaben der Autoren auch, dass sich die Einrichtung eines Importterminals an diesem Standort positiv auf verschiedene Sektoren der Energieversorgung in der Bundesrepublik auswirken kann. Wie Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH, gegenüber der Presse erläuterte, hat Brunsbüttel nicht nur die Voraussetzungen, die einlaufenden Schiffe zu bebunkern und angrenzende Häfen zu versorgen, sondern auch die regionale und bundesweite Industrie zu beliefern. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, von dort aus die Gasbezugsquellen in Deutschland weiter zu diversifizieren.

1.000 neue LNG-Schiffe bis 2020

LNG gilt in der Schifffahrt aktuell als ein Mittel, um die neuen Emissionsgrenzen für Schwefeldioxid einzuhalten, die seit 1. Januar 2015 unter anderem für die Nord- und Ostsee gelten (LOGISTIK HEUTE berichtete). Aktuell sind nach Angaben der Brunsbüttel Ports GmbH 60 Schiffe mit Flüssiggasantrieb unterwegs, 80 weitere sind bestellt. Bis 2020 rechnet die Hafengesellschaft mit bis zu 1.000 Neubauten und 700 Umbauten im Bereich der LNG-fähigen Schiffe.


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