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50. BME-Symposium: Sechs Trendthemen der Beschaffung präsentiert

Welchen Herausforderungen sich der Einkauf stellen muss.


Von Risikomanagement in der Lieferkette, über Digitalisierung bis hin zum neuen Einkäufertyp – der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) hat auf dem 50. Symposium Einkauf und Logistik in Berlin die aus einer Sicht wichtigsten Trendthemen in der Beschaffung vorgestellt:

1) Risikomanagement:

Finanzkrise, Naturkatastrophen, Währungsschwankungen: In den vergangenen Jahren hat der Einkauf laut dem BME die Auswirkungen vieler Krisen abfedern müssen und aus den zahlreichen Bewährungsproben gelernt. Es sei heute Aufgabe des Einkaufs, mögliche Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen und zu bewerten. Nur dann sei eine schnelle Reaktion sowohl in der Planung als auch in der Steuerung möglich. Viele Unternehmen überarbeiten ihr Risk Management und führen hocheffiziente Notfallpläne ein: So greife beispielsweise beim Automobilzulieferer Mann+Hummel im Krisenfall ein exakt definierter Notfall-Prozess. Seit der Finanzkrise kümmere sich im Einkauf zudem eine Vollzeitkraft einzig um die Themen Bottleneck und Risk Management. Beim Hersteller von Antriebstechnik, SEW-Eurodrive, wiederum helfe eine Critical-Supplier-Watch-List, Risiken frühzeitig zu erkennen und nach Eintrittswahrscheinlichkeiten zu priorisieren.

2) Marktdaten und Volatilität:

Die Volatilität der internationalen Märkte wächst dem BME zufolge stetig. Marktbeobachtung habe deshalb für den Einkauf einen hohen Stellenwert, reiche aber allein nicht aus. Die Herausforderung bestehe darin, aus der Vielzahl der Daten unternehmensrelevante Informationen zu generieren. Diese müssten so gut sein, dass sie Einkauf, Produktion und Vertrieb gleichermaßen als verlässliche Entscheidungshilfe dienen könnten.

3) Rohstoffpreise:

Das zu Ende gehende Rohstoffjahr 2015 steht ganz im Zeichen sinkender Preise, so der BME. Egal, welches Marktsegment betrachtet werde, „überall fallen die Notierungen – und das zum Teil drastisch“. Börse und Industrie fragten sich nun, ob und wenn ja, wie lange die Baisse an den internationalen Rohstoffmärkten anhält. Industrielle Einkäufer seien deshalb gut beraten, ihre aktuelle Beschaffungsstrategie so auszurichten, dass sie einer möglichen Kurs-Rally standhält. Es komme jetzt vor allem darauf an, die Unternehmen für die Bedeutung dieses Themas noch stärker zu sensibilisieren.


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