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CeMAT 2016: Fahrerlos auf neuen Märkten

Beim Forum standen moderne FTS-Lösungen im Zentrum von Industrie 4.0 im Fokus.


Die Zeiten ändern sich - auch für Anbieter von Fahrerlosen Transportsystemen. Das prophezeite der Moderator der Session "Moderne FTS-Lösungen im Zentrum von Industrie 4.0" am 31. Mai im CeMAT-Forum "IT & Automation". Worauf Dr. Günter Ullrich, Leiter des Düsseldorfer Fachausschusses des VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., das begründete? Unter anderem durch die neue Marktsituation. Denn neue Player, wie Autobauer, Flurförderzeughersteller und zahlreiche weitere Anbieter schicken sich an, im FTS-Markt mitzumischen. "Auf einmal haben wir Amazon, die mit FTS rumspielen - oder KUKA, SSI Schäfer und Grenzebach", sagte Ullrich.

Bessere Fahrwege - höhere Kapazität

Wie sich das finnische Unternehmen Rocla OY dieser Konkurrenz stellt, berichtete Vertriebsleiter Niels Hansen. Er stellte unter dem Titel "Fahrwegoptimierung zur Steigerung der Transportkapazität" das Produkt LogIQ vor, das mittels dynamischer Verkehrsführung die Transportkapazität nach Firmenangaben um bis zu 20 Prozent erhöhen soll.

BMW-Projekt

Von einem der sozusagen neuen Player berichtete hingegen Thomas Albrecht, Leiter FTS am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund. Sein Vortrag "Manuelle Kommissionierung und automatische Transporte" befasste sich mit dem FTS "STR/5" der Münchner BMW AG, die zusammen mit dem Fraunhofer IML entwickelt wurde und vom Autobauer selbst gebaut wird - eine Vorgabe bei diesem Projekt.

Vernetzte FTS

Um "Flexible Automatisierungen in Produktion und Logistik" ging es hingegen bei Yaser Gamai, Vertriebsleiter der Egemin GmbH. Er stellte insbesondere die Problematik von hoher Automatisierung und gleichzeitig hoher Flexibilität heraus. Das sei nur mit einem FTS möglich. Doch auch die fahrerlosen Systeme müssen sich weiterentwickeln: "Bisher wurden FTS als Taxi verwendet, heute werden sie für neue Aufgaben vernetzt." Das bedeute aber auch neue Herausforderungen.

Herausforderungen

Um diese ging es auch bei Nicola Tomatis, CEO der BlueBotics SA. Unter anderem die kürzeren Produktzyklen ("Wenn Sie ein Handy kaufen, ist es schon alt") und vermehrte Varianten seien Herausforderungen, die es sich zu stellen gilt. Tomatis sieht das aber auch als Chance. "Derzeit gibt es bei der Palettierung mit Staplern nur etwa ein Prozent Automation." Damit sei ein großes Marktpotenzial vorhanden.


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(Foto: Matthias Pieringer)
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