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CeMAT 2016: Soziale Netzwerke von Menschen und Maschinen

Fraunhofer-IML-Leiter ten Hompel sprach über „Social Networked Industry“.


Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), hat auf der Intralogistik-Fachmesse CeMAT 2016 in Hannover das Zukunftsbild einer „Social Networked Industry“ (Soziales Netzwerk von Menschen und Maschinen) gezeichnet. Es solle im Zuge der vierten Industriellen Revolution Realität werden, erklärte ten Hompel in seinem Vortrag auf dem Forum IT & Automation am 31. Mai.

Individuelle Interaktion statt punktueller Kommunikation

Die klassische Mensch-Maschine-Schnittstelle wandelt sich laut dem Wissenschaftler. Aus punktueller Kommunikation werde eine individuelle Interaktion. Vorher: Der Mensch tritt an ein Terminal oder eine Maschine. Nachher: Der Mensch ist über ein „Assistant Device“ permanent mit den „Social Networks“ verbunden. Er kommuniziere mit anderen Menschen wie mit cyberphysischen Systemen und „Social Machines“, sagte ten Hompel.

Frage nach der Verantwortung

Noch großer Forschungsbedarf liege allerdings in der Frage, wie die Verantwortung zwischen Menschen und autonomen Maschinen geteilt werden soll. Mit der vierten Industriellen Revolution habe der Mensch es in der Hand, so der Logistik-Professor, „die Welt ein Stück besser zu machen“.

Stapelbediengerät „Stack Access Machine“ und "Pick-by-Ink“-System vorgestellt

Zudem feierten auf der CeMAT 2016 am Messestand des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML zwei Neuheiten ihre Premiere:

  • Mit dem Stapelbediengerät „Stack Access Machine“, kurz SAM, lassen sich nach Institutsangaben einzelne Behälter künftig vollautomatisch aus aufgetürmten Stapeln herausnehmen. SAM funktioniere nicht nur für bereits vorhandene Lager, sondern könne sich sein Lager selbst bauen – ganz ohne Regal. Damit ermöglicht das Gerät laut Fraunhofer IML die Automatisierung nahezu jedes Lagers – ohne große Investitionen auf Basis von langfristigen Prognosen.
     
  • Biegsam, drahtlos, energiesparend und dünn wie ein Stück Pappe – und gleichzeitig ein taugliches Pick-System für Industrie 4.0: Das neue „Pick-by-Ink“ (P-INK) signalisiert, wie das Fraunhofer IML mitteilte, dem Kommissionierer alle wichtigen Informationen: ohne Verkabelung und ständigen Batteriewechsel. Damit sei das Elektronische Papier „die erste wirklich flexible Alternative“ zu herkömmlichen kabelgebundenen Pick-Systemen.
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