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Einkauf: Beziehungskrise in der Autobranche

Einblick in den rauen Umgang zwischen Autobauern und Zulieferern.


Themen aus dem Bereich Supply Chain und Logistik sind selten Stoff für die ersten Seiten der Tageszeitungen oder dieTagesschau. Doch der Streit zwischen Volkswagen und der Prevent Group eskalierte diesen Sommer dermaßen, dass der Autobauer die Produktion stoppen musste, weil die Prevent Group keine Sitzbezüge und Getriebeteile geliefert hatte. Das machte Schlagzeilen. Wie konnte es so weit kommen?

Die harte Eskalation war für Branchenkenner absehbar

Es herrschen laut Expertenmeinung seit den 90ern Jahren raue Sitten bei den Autoherstellern. Der „Würger von Wolfsburg“ – das ist kein Serienmörder, sondern der Spitzname des VW-Chefeinkäufers José Ignacio López – ist zu so etwas wie einer Leitfigur dieser Entwicklung geworden. López habe harte Methoden beim Wolfsburger Konzern eingeführt, die Schule machten. Mittlerweile werden in kaum einer anderen Branche die Lieferanten derart unter Druck gesetzt. „Dass es nun wirklich zu einem Bandstillstand bei einem großen Automobilhersteller kam, war irgendwann abzusehen“, sagt dazu Harald Klein vom Consultingunternehmen Peter Schreiber & Partner aus Ilsfeld-Auenstein.

Schwache Position der Zulieferer

60.000 Zulieferer ringen um die Aufträge von 20 großen Autoherstellern. Und die Autokonzerne setzen sich ehrgeizige Sparziele, die sie zu einem großen Teil durch gedrückte Zuliefererpreise erreichen. Welche Methoden die Autohersteller anwenden und warum der Umgang so schroff in der Branche geworden ist, beleuchtet die Titelgeschichte der Ausgabe 10/2016 des Logistikmagazins LOGISTIK HEUTE, die am 12. Oktober erschienen ist. Im Artikel erfahren Sie auch, welche Konkurrenz die deutsche Autobranche unter Druck setzt, wie sich smarte Zulieferer eine Position auf Augenhöhe mit den Herstellern erarbeiten und wie Experten die Zukunft der Autozulieferer sehen.


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