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Digitalisierung: Treiber und Bremser in Logistikunternehmen

Studie vergleicht Digitalisierungsstrategien der Organisationsbereiche.


Das Kerngeschäft mit den logistischen Prozessen und der Materialwirtschaft ist derzeit der hauptsächliche Treiber der Digitalisierung in den Logistikunternehmen, andere Organisationsbereiche mit Ausnahme der Personalabteilungen treten beim digitalen Wandel eher auf die Bremse. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie des Softwareentwicklers d.velop AG, mit Sitz in Gescher, unter mehr als 1.000 Unternehmen in zehn Wirtschaftssektoren.

Zurückhaltende Einkaufsabteilungen

Bei der Gegenüberstellung der verschiedenen Fachbereiche in ihren Digitalisierungsbestrebungen zeigen die Einkaufsabteilungen der Logistiker die größte Zurückhaltung. Lediglich 17 Prozent haben sich dieses Thema aktuell strategisch auf die Fahnen geschrieben, allerdings können sie zu diesem Zweck auch nur in jedem fünften Fall auf höhere Budgets als im Vorjahr zugreifen. Auch die Bereiche Finanzen und Controlling zählen durch ihre begrenzten Digitalisierungsabsichten und -budgets gegenüber den anderen Organisationseinheiten zu den Bremsern der Digitalisierungsentwicklung. Nur wenig besser sieht es im Vertrieb und Marketing aus, gerade hier unterscheiden sich die Logistikbetriebe deutlich von fast allen anderen Branchen, wo gerade die vertriebsnahen Unternehmensfunktionen bei der Digitalisierung deutlich Gas geben.

Digitalisierung der Kernprozesse

Dagegen scheint der Nutzen einer stärkeren Digitalisierung für die Prozesse entlang der Kernkompetenzen erkannt worden zu sein, hat d.velop analysiert. 44 Prozent der Verantwortlichen setzen entsprechende Schwerpunkte. Zwei von fünf Unternehmen können dabei auch auf höhere Investitionsmittel als im vergangenen Jahr zurückgreifen. „Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass man sich tatsächlich konkreten Projekten widmet und nicht auf Absichtserklärungen zur Digitalisierung beschränkt“, urteilt d.velop-Vorstand Mario Dönnebrink.

Per Mausklick zugreifen

Offenbar wurde der große Handlungsbedarf deutlich erkannt, heißt es seitens d.velop. Denn eine letztjährige d.velop-Studie hatte gezeigt, dass die logistischen Prozesse den größten digitalen Nachholbedarf haben. „Allein in den Fuhrparks bestehen erhebliche Optimierungsmöglichkeiten“, betont Dönnebrink. „Angesichts der jahrelangen Einsatzzeiten der Fahrzeuge sammelt sich eine Menge Papierdokumente an, auf die zum Beispiel bei einer digitalen Archivierung schnell per Mausklick zugegriffen werden kann, statt sie mühsam aus Aktenordnern heraussuchen zu müssen.“

Veränderungsbereite Personaler

Ein ähnlich optimistisches Bild geben die Personalabteilungen nach der vom Digital Intelligence Institute realisierten Studie ab. Sie weisen derzeit die zweitgrößte Veränderungsbereitschaft auf. Immerhin 37 Prozent wollen in digital unterstützte Abläufe investieren und haben dafür mehr Geld als zuletzt zur Verfügung, beispielsweise zur Einführung digitaler Personalakten oder um den Mitarbeitern über eine Cloud-basierte Lösung die Gehaltsmitteilungen elektronisch zukommen zu lassen.


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