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Industrie 4.0: 71 Prozent der Lagerarbeiten automatisierbar

Kraftfahrer sind noch nicht betroffen.


Bis zu 71 Prozent der Arbeiten in Lager und Transport könnten automatisiert werden. Das ergibt sich aus einer auf Initiative der ARD eingerichteten Datenbank der Bundesanstalt für Arbeit und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Bei dem "Job-Futuromat" genannten Projekt können sich Personalplaner oder Interessierte informieren, in welchen Bereichen welche Automatisierung zu erwarten oder möglich ist. Demnach wären rein technisch bereits heute ein knappes Drittel aller Berufe zwischen 50 und 100 Prozent von Maschinen, Computern und Robotern ersetzbar. Bei 23 Prozent aller Berufe ist der Einsatz von Robotern allenfalls in Teilbereichen möglich. Weitere 23 Prozent sind so spezialisiert, dass Maschineneinsatz keinen Sinn machen würde. Allerdings sehen Arbeitsmarktexperten bei der Automatisierung nicht nur die technische Seite. Unter Umständen könne menschliche Arbeit wirtschaftlicher, flexibler und besser sein, so der Tenor der Aussagen. 

Von manuell zu automatisch

Für den Bereich Lager- und Transportarbeiten sehen die Experten allerdings einen hohen potenziellen Automatisierungsgrad. 71 Prozent der klassischen Lagerarbeiten ließen sich maschinell erledigen, fünf von sieben Tätigkeiten. Je nach Ausprägung der eigenen Stelle kann der Nutzer die einzelnen Parameter auch anpassen und etwa mehr Anteil an Kommissionier- oder Belade/Entladetätigkeiten angeben.

Fahrer müssen noch nicht bangen

Im Zuge der Diskussion um das "automatisierte Fahren" wird auch darüber diskutiert, inwiefern die Arbeit von Fahrern zu ersetzen sein würde. Laut der Experten müssten beim derzeitigen Stand Berufskraftfahrer kaum befürchten, von der Automatisierung erfasst zu werden. Der Automatisierungsgrad von der Tourenplanung bis zum Steuern der Fahrzeuge liege laut der Datenbank bei null. Allerdings entwickelt sich die Technik hier derzeit rasant weiter und juristische sowie moralische Fragen werden intensiv debattiert.

Kein autonomes Fahren in der Stadt

Zuletzt schickte etwa der Fahrdienstvermittler Uber für die Brauerei Budweiser einen kompletten Sattelzug auf Tour. Hier wurde allerdings deutlich, dass vor allem die weniger komplexe Langstrecke automatisierbar sein dürfte, im urbanen Bereich mit seiner hohen Komplexität muss der Fahrer das Steuer übernehmen. (jr)


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