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Industrie 4.0: Länderübergreifende Kooperationen wichtig

Studie zeigt, wie internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit gelingen kann.


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Studien

Damit Industrie 4.0 auch international Früchte trägt, ist länderübergreifende Zusammenarbeit notwendig. Wann globale Kooperationen sinnvoll sind und wie sie etabliert werden können, soll die StudieIndustrie 4.0 im globalen Kontext: Strategien der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern“ zeigen, die am 22. November in München vorgestellt wurde. Darin untersucht eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) auf Basis von Experteninterviews in Deutschland, China, Japan, Südkorea, Großbritannien und den USA Chancen und Risiken von globaler Zusammenarbeit.

Unterschiedliche Schwerpunkte

Den Befragungen zufolge gibt es zwar ein länderübergreifendes Bewusstsein gegenüber der Bedeutung von Industrie 4.0, aber deutliche Unterschiede in der Schwerpunktsetzung. So würde beispielsweise ein Großteil der 150 befragten Fachleute in der Optimierung der eigenen Produktionsabläufe eine der größten Chancen von Industrie 4.0 sehen.

Weniger Maschine, mehr Nutzersicht

Auseinander gehen die Einschätzungen laut Studie jedoch, wenn es um eine verbesserte Kundenbetreuung durch Industrie 4.0 geht. In China, Südkorea und den USA sehen darin zwischen 51 und 55 Prozent der Befragten eine gute Möglichkeit zur Verbesserung. In Großbritannien, Deutschland und Japan seien es dagegen lediglich 29 bis 38 Prozent. Ein Problem, wie Prof. Dr. Henning Kagermann, Acatech-Präsident und Mitherausgeber der Studie, betont: „Wir denken in Deutschland bei Industrie 4.0 immer noch zu sehr von den Produkten und Maschinen her und zu wenig von der Seite der Nutzer und seinen Bedürfnissen ausgehend.“

Datensicherheit größtes Risiko

Das größte ökonomische Risiko liegt für die Befragten laut Erhebung in der Datensicherheit. Insbesondere in Deutschland (55 Prozent) und in China (77 Prozent) wird der aktuelle Umgang mit großen Datenmengen kritisch gesehen. Insbesondere, wenn es um Kooperationen mit Dritten geht, sind etliche der befragten Experten skeptisch. So sehen etwa 75 Prozent der deutschen Interviewpartner beim Austausch von Daten die Gefahr von Wissensabfluss. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen befürchten hier Sicherheitsprobleme. In Südkorea hingegen sehen darin nur rund 20 Prozent der Befragten ein Risiko.

To-do-Liste für Unternehmen

Neben der Auswertung der Interviews bietet die Studie nach Acatech-Angaben für deutsche Unternehmen eine Liste mit Dos and Don`ts bei der Kooperation zwischen den sechs befragten Industrienationen. So weise die Arbeitsgruppe etwa darauf hin, dass China als Multiplikator ein wichtiger Partner bei der Umsetzung von Industrie 4.0 ist. Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Südkorea dagegen müssten große Mischkonzerne als Partner gewonnen werden, während sich eine Kooperation mit den USA vor allem im Bereich neuer Geschäftsmodelle und der Entwicklung von Software lohne.


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