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Retouren: Jeder zehnte Onlinekauf geht zurück

Laut Bitkom-Umfrage tätigen die 14- bis 29-Jährigen die meisten Rücksendungen.


In Deutschland wird jeder zehnte Onlineeinkauf wieder zurückgeschickt. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben, die im Dezember 2016 unter 1.166 Internetnutzern ab 14 Jahren durchgeführt wurde. Rund die Hälfte (52 Prozent) schickt bis zu zehn Prozent zurück. Lediglich ein Prozent retourniert mehr als die Hälfte seiner bestellten Waren.

Die meisten Retouren bringt die Altersgruppe der 14- bis 29-jährigen Onlineshopper auf den Weg, wie Bitkom Anfang Januar in Berlin mitteilte. Diese Altersgruppe schickt 14 Prozent der online getätigten Einkäufe wieder zurück. „Gute Beschreibungen auf den Seiten der Onlineshops, etwa markenspezifische Größentabellen bei Kleidung, helfen dabei, Retouren zu reduzieren. Das gelingt bei der überwiegenden Zahl der Bestellungen offensichtlich ausgesprochen gut“, sagte Julia Miosga, Bereichsleiterin Handel & Logistik, Bitkom e.V. „Sollte die Ware einmal nicht den Vorstellungen entsprechen, bieten viele Händler einen kostenlosen Rückversand an.“

Kleidung in verschiedenen Größen ausprobieren

Die Hälfte der Onlineshopper (51 Prozent) gibt an, Waren im Internet zumindest einmal oder gelegentlich mit der festen Absicht bestellt zu haben, diese wieder zurückzuschicken, etwa um Kleidung in verschiedenen Größen auszuprobieren. Fünf Prozent tun dies sogar regelmäßig, wie die Umfrageergebnisse zeigen. Allerdings geben auch 44 Prozent der Onlineshopper an, noch nie eine Retoure ausgenutzt zu haben.

„Wahlloses Bestellen im Internet ist zwar kein Massenphänomen, aber eine nicht zu vernachlässigende Herausforderung für die Händler. Retouren bedeuten für die Anbieter nicht nur einen entgangenen Umsatz, sie verursachen auch Personal- und Prozesskosten, etwa um die Retoure zu prüfen und in den Lagerbestand zurückzuführen“, so Bitkom-Expertin Miosga.


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