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Industrie 4.0: Thyssenkrupp meldet erste Anwendung für Industrial Data Space

Informationssystem für Lkw-Logistik bei Thyssenkrupp Steel Europe umgesetzt.


Der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp hat den ersten Anwendungsfall im Rahmen des „Industrial Data Space“ umgesetzt. Beim Industrial Data Space handelt es sich um ein neues Technologie-Konzept für einen Datenraum, in dem Unternehmen sicher Informationen austauschen können. Die erste Anwendung sei ein Informationssystem für die Lkw-Logistik bei Thyssenkrupp Steel Europe, teilte Thyssenkrupp vor Kurzem mit.

Thyssenkrupp Steel Europe fertigt jeden Monat rund 20.000 Lkw ab. Etwa 30 Minuten stehen für das Be- und Entladen je Lkw zur Verfügung. Verzögert sich die Ankunft eines Lastwagens, kommt laut dem Unternehmen schnell die gesamte Planung durcheinander. Hier will der Stahlhersteller nach eigenen Angaben wesentlich flexibler werden.

Algorithmus erkennt Verzögerungen

Die Lösung: Eintreffende Lkw melden nach definierten Regeln kontinuierlich ihren Standort, zum Beispiel über eine App, die sich der Fahrer auf sein Smartphone lädt. Anhand der Positions- und Verkehrsdaten sowie der Routen, die der Fahrer wahrscheinlich wählt, erkennt ein Algorithmus sofort, wann sich ein Transport verzögert. Verspätete Lkw bekommen dann automatisch vom Computersystem ein neues Beladefenster vorgeschlagen, ohne menschliches Zutun.

Den Industrial Data Space entwickelt die Fraunhofer-Gesellschaft in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt. Die Industrial Data Space Association wurde vor einem Jahr gegründet. Inzwischen sind laut den Angaben in dem Zusammenschluss mehr als 50 industrielle Partner organisiert.


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