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Logistikimmobilien: Amazon-Retourenzentrum in der Slowakei

E-Commerce-Riese kündigt Eröffnung für 2017 an.


Der E-Commerce-Konzern Amazon hat Anfang der Woche den Bau eines neuen Retourenzentrums in der Slowakei angekündigt. Die neue Anlage in der Kleinstadt Sered soll über 60.000 Quadratmeter Nutzfläche haben. Sie wird laut Amazon den gesamten europäischen Markt bedienen. Sered liegt circa 120 Kilometer von Wien entfernt. Zwischen den beiden Städten besteht eine durchgehende Autobahnverbindung.

Geplante Eröffnung in 2017

Das Rücksendezentrum soll im dritten Quartal von 2017 in Betrieb gehen. Auf Anfrage von LOGISTIK HEUTE teilte Amazon mit, dass die Bauarbeiten schon begonnen haben. Für die nächsten Jahre plant der Konzern mit einer Belegschaft von rund 1.000 Mitarbeitern. Sie sollen den Zustand von retournierten oder nicht zustellbaren Produkten überprüfen und sich um diese kümmern. Amazon gibt an, bereits mit dem Einstellungsprozess begonnen zu haben. Das Unternehmen hofft, eine „Fülle an Arbeitnehmern“ in der Region zu finden. Das dürfte allerdings nicht ganz so leicht sein.

Mitarbeitersuche kann schwierig werden

Marktbeobachter sagten der Zeitung „The Slovak Spectator“ gegenüber, dass es eine Herausforderung sein dürfte, genügend Arbeitnehmer zu finden. Das Blatt verweist dabei auf die sehr niedrige Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent im Landkreis Galanta, wo auch Sered liegt. Allerdings fügen manche Beobachter an, dass wegen der guten Verkehrsanbindung von Sered das Amazon-Zentrum auch für Pendler aus weiter entfernten Regionen attraktiv sein dürfte.

Amazons Präsenz in Osteuropa

In der Slowakei betreibt Amazon bereits ein Verwaltungszentrum. In der Hauptstadt Bratislava arbeiten 850 Menschen für den Konzern in den Bereichen Buchhaltung und Kundenbetreuung. Erst vor wenigen Wochen kam die Nachricht, dass Amazon ein 135.000 Quadratmeter großes Fulfillment Center in Polen, in der Nähe von Kattowitz, bauen will. Dieses soll den westeuropäischen Markt bedienen. Amazon hat bereits mehrere Fulfillment Center in Polen und Tschechien, die den westeuropäischen Markt bedienen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Amazon solche Fulfillment Center in Osteuropa baut, um Kosten zu sparen und um Streiks wie in Deutschland zu vermeiden.


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