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E-Commerce: Memo gewinnt Nachhaltigkeitspreis Logistik

Versandhändler bekommt Preis der deutschen und österreichischen BVL.


Preisträger des Nachhaltigkeitspreises Logistik 2017 ist das mittelständische Versandhandelsunternehmen Memo AG aus Greußenheim bei Würzburg. Der von der Bundesvereinigung Logistik aus Deutschland und von der Bundesvereinigung Logistik Österreich gemeinsam jährlich verliehene Preis wurde im Rahmen des Logistik Dialogs am 6. April in Wien überreicht.

Versandhändler überzeugt die Jury

Memo ist ein Versandhändler für Bürobedarf. Das 1989 gegründete Unternehmen erzielt mit 130 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 20 Millionen Euro. Memo wird laut Bundesvereinigung Logistik (BVL) für seinen ganzheitlich nachhaltigen Ansatz der Unternehmensführung ausgezeichnet, der insbesondere die Logistik einbezieht. „Was Memo auszeichnet, ist die Konsequenz, mit der Ökologie, Ökonomie und soziale Kriterien als Basis der Unternehmensstrategie in der Praxis umgesetzt werden“, sagte der Juryvorsitzende und Leiter der Wiener denkstatt GmbH, Dr. Christian Plas. Konkret haben die Juroren folgende Aspekte an Memo überzeugt:

  • Dauerhafte Geschäftsbeziehungen zu ausgewählten Dienstleistern, die die Nachhaltigkeitsstandards beim Transport sichern sollen. Memo arbeitet mit GoGreen und dem StreetScooter-Modell von DHL, dem CO2–neutralen Paketversand von DPD und dem Lastenrad-Logistiker Velogista GmbH in Berlin.
  • Ein Ziel ist die Steigerung der Erstzustellungsquote bei gleichzeitiger Minimierung unnötiger Fahrten. Streckenlieferungen an Großkunden nehmen keinen Umweg über das Memo-eigene Lager, sondern werden auf der Basis von Sondervereinbarungen direkt vom Lieferanten an den Kunden geschickt. Das senke Emissionen und Kosten, schreibt die BVL.
  • Alternativ zum Versand im Karton haben Memo-Kunden die Möglichkeit, sich ihre Bestellung im Mehrweg-Versandsystem „memo Box“ senden zu lassen. Die stabilen Behälter aus Recycling-Kunststoff können anschließend zur Rücksendung von verbrauchten Produkten und Wertstoffen genutzt werden.
  • Die Arbeitsplätze, auch im Lager, verbessert Memo kontinuierlich: Laufwege werden verkürzt, Steh- und Sitzarbeitsplätze ergonomisch optimiert, das Gewicht der beladenen Kommissionierwagen begrenzt. Die Arbeitszeiten sind flexibilisiert und individualisiert, um den Lebensumständen der Mitarbeiter Rechnung zu tragen.

Preis für umfassende Nachhaltigkeit

Die Leitfrage für den Wettbewerb lautete auch in diesem Jahr: „Ist Ihre Logistik nachhaltig?“ Für den Nachhaltigkeitspreis Logistik sind Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung sowie realisierte kooperative Forschungsprojekte zugelassen. Es können Arbeiten und Lösungen prämiert werden, die dem ganzheitlichen logistischen Grundsatz entsprechen und in allen drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie, gesellschaftliche Verantwortung – relevante Ergebnisse ausweisen. Die Jury setzt sich aus deutschen und österreichischen Forschern, Managern und Experten aus den Bereichen Logistik und Nachhaltigkeit zusammen.

Namhafte Preisträger

Den jährlich verliehenen Preis gibt es seit 2012. Ihn gewonnen haben bisher die Audi AG, Ingolstadt; die Tchibo GmbH, Hamburg; die Schachinger Logistik GmbH, Hörsching; die Flughafen Stuttgart GmbH, Stuttgart (D) und die Österreichische Post, Wien.

 


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