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Studie: Logistik 4.0 kommt in Wellen

Fraunhofer SCS zeigt Untersuchung auf der transport logistic.


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Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (Fraunhofer SCS) stellt auf der Messe transport logistic, die vom 9. bis 12. Mai in München stattfindet, ihre neue Studie „Transportlogistik 4.0“ vor. Für die Studie haben die Forscher Gespräche mit Experten geführt und Logistikdienstleister und Verlader befragt. Die Studie soll die wichtigsten Technologien und Anwendungen rund um Digitalisierung im Transport erfassen und zeigen, wie viel davon die Unternehmen bereits umgesetzt haben. Sie gibt auch Prognosen bezüglich der weiteren Entwicklung des Themas ab.

Fehlende Standards und Abhängigkeit

Laut Studie sehen die Unternehmen als größte Herausforderung fehlende Standards, die Abhängigkeit von IT-Systemen und -Dienstleistern und die Problematik des Datenschutzes. Trotzdem überwiegen die positiven Erwartungen zur Transportlogistik der Zukunft. So identifizieren die Studienteilnehmer als positive Möglichkeiten eine optimierte Steuerung, transparente Kommunikation und Prozessverbesserungen.

Barcodes bleiben nicht mehr lange

Eine Erkenntnis der Studie ist, dass die Umsetzung der Transportlogistik 4.0 in Wellen erfolgt. Transportlogistik 4.0 steht dabei für die zunehmende Vernetzung von Geräten und Maschinen vom Lieferanten bis zum Kunden. Die Technologien und Konzepte verbreiten sich unterschiedlich schnell. Laut Fraunhofer SCS sind beispielsweise Barcodes in Verbindung mit mobiler Datenerfassung und GPS-Lokalisierung ein Grundstock der Entwicklung. Der Barcode werde aber nur noch wenige Jahre das Mittel der Wahl zur Identifikation von Waren bleiben.

Robotik startet erst ab 2025 durch

In der Zukunft werden sich laut Studie professionelle Apps, Cloud Computing mit Big Data-Anwendungen sowie Predictive Analytics immer mehr verbreiten. Diese könnten dann mittelfristig die zweite Umsetzungswelle der Transportlogistik 4.0 bilden. Realistisch sei, dass sich diese Technologien und Konzepte in den nächsten etwa fünf bis acht Jahren stark verbreiten. Erst nach 2025 sollte der Einsatz von Robotik, künstlicher Intelligenz, Bildsensorik, fahrerlosen Transportsystemen und Sprach- sowie Gestensteuerung deutlich zunehmen.

Neue Versorgungsnetzwerke nötig

Basierend auf dieser Studie stellt die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services verschiedene Thesen zur Digitalisierung in der Transportbranche auf: So zum Beispiel zur Fokussierung auf Smart Data, um zielgerichtete Analysen von Daten für den Kundennutzen zu generieren. Laut dem Forschungsinstitut müssen wegen der Digitalisierung im Transportwesen die Versorgungsnetzwerke grundsätzlich überdacht werden.

Halle B2, Stand 501/602 auf der transport logistic


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