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Logistik-IT: Effizienzsteigerung durch Zusammenarbeit

Software-Anbieter Transporeon arbeitet daran, Datenverfügbarkeit für Kunden zu verbessern.


Derzeit arbeitet der Softwarespezialist Transporeon Group daran, die Verfügbarkeit von Daten in Echtzeit für alle in die Supply Chain involvierten Partner herzustellen. Das betonte Transporeon-Mitbegründer Peter Förster auf einer Presseveranstaltung des Ulmer Unternehmens im Rahmen der Münchner Fachmesse transport logistic. Diese Maßnahme sei die Voraussetzung dafür, neue Prozessabläufe zu entwickeln und zu beherrschen. So werde echte Kollaboration zwischen den Partnern möglich, die deutliche Effizienzsteigerungen mit sich bringen wird, so Förster. Damit könnten auch die Kosten für beide Seiten, Verlader wie Spediteure, optimiert werden. Förster hob zudem hervor, dass seit September 2016 mit Kühne + Nagel auch ein großer Logistikdienstleister die Transporeon-Plattform nutzt.

Stärkere Interaktion mit Carriern

Stefan Paul, Mitglied der Geschäftsleitung der Kühne + Nagel International AG, verantwortlich für den Bereich Landverkehre, betonte, dass die Kooperation mit Transporeon im europäischen Landverkehrsgeschäft eine stärkere Integration und Interaktion mit den Carriern ermöglicht, was sich letztendlich positiv auf die Transportauslastung auswirkt. „Unser Unternehmen arbeitet an einer Vielzahl digitaler Initiativen und evaluiert den Einsatz neuester Technologien, um den Kundennutzen und die Effizienz weiter zu erhöhen“, sagte Paul. Der Logistikdienstleister hat bereits vor vielen Jahren mit der Automatisierung und Standardisierung der Prozesse sowie der Etablierung eines Kundeninformationssystems begonnen und damit die Grundlage für die digitale Weiterentwicklung geschaffen. Kühne + Nagel war laut eigenen Angaben das erste Logistikunternehmen, das mit KN FreightNet den Kunden eine voll digitalisierte Plattform für Preisanfragen, Buchungen und Sendungsverfolgung zur Verfügung gestellt hat. Auch im Landverkehr soll die innovative Lösung auf europäischer Ebene eingeführt werden.

Mars fokussiert multilaterale Zusammenarbeit

Björn Anderseck, Logistik Manager bei Mars Deutschland, erläuterte die Supply Chain Strategie des Herstellers von Fast Moving Consumer Goods (FMCG). Mars richte sich vollständig auf multilaterale Kollaboration aus. „Unsere Überzeugung ist: Nur dadurch lassen sich signifikant das Servicelevel steigern und Effizienz generieren“, betonte Anderseck. Die heutige Supply Chain zeichne sich durch viele verteilte und inhomogene Datenquellen aus. Es seien zwar immer mehr Daten vorhanden (Big Data), noch werde aber die Aggregation und Verarbeitung dieser Daten vernachlässigt (Smart Data). Um hier Fortschritte zu erzielen, seien vor allem drei Säulen entscheidend: „Wir müssen die Logistikdienstleister technisch aber auch strategisch stärker einbinden. Es muss Echtzeittransparenz und eine End-to-End- Sichtweise hergestellt werden. Schließlich müssen wir mit den richtigen Partnern mutige Schritte machen, die gern über den Branchenstandard hinausgehen dürfen“, forderte der Mars-Manager.

Veränderungen bei Rampensteuerung

Leander Kling, Geschäftsführer von Mercareon, erläuterte, wie in der Software-Lösung künftig Intelligenz und Visibilität verknüpft werden wird: „Das bedeutet, dass die Rampensteuerung am Lagerstandort bereits startet, bevor das Fahrzeug eintrifft. Bei der Planung werden die voraussichtliche Ankunftszeitpunkt (ETA), die Ressourcenauslastung, der optimale Entladeort und vieles mehr berücksichtigt.“ In Zukunft werde man die Prozesse noch früher anstoßen und dadurch noch effizientere Abläufe in der Handelsbelieferung erreichen.


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