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Start-ups: Frische Ideen für die Logistik

Die BVL bot auf der transport logistic eine Bühne für Nachwuchsunternehmen.


Etliche Start-ups aus dem Wirtschaftsbereich Logistik nutzten die diesjährige Fachmesse transport logistic, um sich einem größeren Publikum sowie potenziellen Investoren vorzustellen. Eine Plattform dafür bot unter anderem das von der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) veranstaltete Forum „Newcomer in der Logistik – an early afternoon show“, das am 11. Mai auf dem Münchner Messegelände stattfand und von Daniel Terner, Mitglied der Geschäftsleitung beim Softwareanbieter AEB, als Moderator unterstützt wurde.

Ein Geschäftsmodell in vier Minuten

Begleitet von den Darbietungen der Live-Band „The Rocking Wheelchairs“ nutzten die fünf Nachwuchsunternehmen InstaFreight GmbH, Swoplo AG, Aquaplot, Byrd Technologies GmbH sowie FreightHub die Möglichkeit, sich selbst und ihre Dienstleistungen aus den Bereichen digitale Spedition, Ladungsmitteltausch, See-Routenplanung, KEP-Dienste und Containertracking im Rahmen eines jeweils vierminütigen Pitches zu präsentieren. Zudem durfte jeder der Gründer kurz erläutern, wie sich die Logistik in Zukunft durch neue Geschäftsmodelle und die zunehmende Digitalisierung verändern wird. Dabei war ein überwiegender Teil der Jungunternehmer der Auffassung, dass der Wirtschaftsbereich zwar bereits von Vernetzung und digitalen Technologien profitiere, aber aufpassen müsse, den Anschluss in Sachen Logistik 4.0 nicht zu verpassen.

Den Anschluss nicht verpassen

So erläuterte etwa Philipp Ortwein, Gründer der digitalen Spedition InstaFreight dem Publikum, dass die reine physische Bewegung von Gütern zukünftig kein differenzierender Faktor mehr sein werde. Lediglich die Frage, welche Geschäftsmodelle man aus der Digitalisierung des Güterverkehrs gewinnen könnte, sei noch von Bedeutung. Und auch Henning Grimm, Gründer und Geschäftsführer von Aquaplot/Gestaltraum GmbH, wies auf das ungenutzte Potenzial im Industriezweig hin: „Kaum ein Bereich ist so vernetzt, spezialisiert und kooperativ wie die Logistik. Leider werden diese Tugenden bisher nicht gelebt, wenn es um die Supply Chain geht.“

Abstimmung durch Publikum

Beurteilt wurden die Konzepte der Jungunternehmer anschließend von Joris D´Inca, Partner bei Oliver Wyman, Hans-Ludger Körner, Mitglied der Geschäftsführung der Röhlig Logistics GmbH, sowie dem Publikum, das die Möglichkeit hatte, seinen Lieblingskandidaten mit einer „imaginären“ Million zu unterstützen. Am Ende fiel sowohl auf Seiten der beiden Logistikexperten als auch beim Publikum die Entscheidung schwer. Nach Handzeichen aus dem Auditorium und Meinung der Jury, konnten FreightHub, InstaFreight und Byrd die meisten „Investitionen“ verbuchen.


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(Foto: Matthias Pieringer)
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