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Geodis: Innovationen sollen Mitarbeiter entlasten

Französischer Dienstleister testet Einsatz von Exoskeletten und anderen Technologien.


Neben Nachhaltigkeit und Digitalisierung steht derzeit beim französischen Logistikdienstleister Geodis ein Thema ganz oben auf der Agenda: Corporate Social Responsibility. Insbesondere geht es um die Entlastung von Mitarbeitern von schwerer Arbeit. Das sagte Philippe de Carné auf der Münchner Fachmesse transport logistic gegenüber LOGISTIK HEUTE. Der 55-jährige Manager bekleidet bei dem Dienstleister seit 2014 die Position des Gruppen-Innovationsdirektors.

15 Mitarbeiter testen

Derzeit laufen zwei Projekt bei Geodis: Der Einsatz von sogenannten Exoskeletten bei Mitarbeitern und die Nutzung von Inventur-Drohnen im Lager. Bereits seit mehreren Monaten tragen 15 Mitarbeiter im niederländischen Lager Venlo passive Exoskelette des Herstellers Laevo am Körper. Damit können die Geodis-Angestellten laut de Carne Pakete leichter auf Paletten heben, weil sie dank der neuen Technologie Kraft sparen. Die bisher im Pilotprojekt gesammelten Erfahrungen sind dem Geodis-Manager zufolge „sehr interessant“.

Drohne fotografiert Barcodes

Im Einsatz hat der Dienstleister auch sogenannte Inventur-Drohnen. Sie scannen nicht die Barcodes in einem Lager, sondern fertigen tausende Bilder während ihres Fluges an. Diese digitalen Fotos werden de Carne zufolge mithilfe eines Spezialalgorithmus ausgewertet. Aus den Daten wird dann der aktuelle Lager-Bestand ermittelt. Einfach sei das Projekt nicht gewesen, berichtet der Manager: Bis zum Start hätten technologische Hürden überwindet werden müssen – vor allem der autonome Flug sowie die Erkennung der Barcodes bereiteten den Fachleuten anfangs Kopfzerbrechen. De Carne glaubt, dass Drohnen künftig vermehrt nicht nur in Distributionszentren, sondern auch für die Überprüfung von Bahnlinien zum Einsatz kommen werden. Der französische Bahnriese SNCF arbeite in diesem Bereich bereits mit Drohnen. „Dass tausende Drohnen Pakete für E-Commerce-Kunden in Ballungsräumen ausliefern, glaube ich indes nicht“, betonte der Franzose. Auch im Bereich Digitalisierung will der Dienstleister vorankommen. „Im Prinzip wollen wir so viel wie möglich digitalisieren“, so de Carne.

100 E-Fahrzeuge im Einsatz

Am Herzen liegt dem Innovationsexperten zudem das Thema Nachhaltigkeit. Geodis hat derzeit drei Flotten mit elektrischen Transportern im Einsatz – in Paris, Peking und Schanghai. Insgesamt 100 Fahrzeuge in der 3,5-Tonnen-Klasse liefern in diesen Metropolen Waren aus. Weitere sollen folgen. Auch das Thema elektrifizierte Autobahnen für Lkw schaut sich de Carne derzeit zusammen mit Kommunen-Vertretern und Lkw-Herstellern an. Eine Studie hat dem Manager zufolge ergeben, dass der Return on Investment für die stark befahrene Verbindung von Paris nach Lille etwa 30 Jahre betrage. „Die Investitionssumme sind hoch, aber wenn die Strecke stark befahren ist, kann sich das durchaus lohnen“, so de Carne.


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