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Automobillogistik: BMW-Produktion läuft eingeschränkt

BMW leidet unter Lieferengpass bei Lenkgetrieben.


Der Münchner Fahrzeughersteller BMW Group kann wegen Problemen in der Lieferkette in mehreren Werken nicht wie vorgesehen produzieren: „Der Lieferant Bosch ist zurzeit nicht in der Lage, uns mit einer ausreichenden Zahl von Lenkgetrieben für die BMW 1er-, 2er-, 3er- und 4er-Reihe zu beliefern“, teilte eine für das Produktionsnetzwerk zuständige BMW-Sprecherin am 29. Mai auf Anfrage von LOGISTIK HEUTE mit. „Deshalb läuft die Produktion von Fahrzeugen in verschiedenen Werken der BMW Group in Deutschland diese Woche eingeschränkt.“ Im chinesischen Werk Tiexi und in Rosslyn, Südafrika, wurden der Sprecherin zufolge Produktionsunterbrechungen verlängert beziehungsweise vorgezogen. Es sei absehbar, „dass sich an dieser Situation in dieser Woche nichts ändert.“

Die MINI-Fertigung sowie die Fertigung der BMW X-Modelle und der größeren Baureihen BMW 5er, 6er und 7er sind den Angaben zufolge nicht beeinträchtigt.

Mit Hochdruck an Lösung arbeiten

Die verantwortlichen Stellen im Einkauf und in der Produktion arbeiten laut BMW-Angaben mit Hochdruck an einer Lösung. „Wir nutzen die Flexibilität, die wir in unseren Prozessen haben, um den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren. Wir gehen davon aus, dass Bosch als der verantwortliche Lieferant für den uns entstandenen Schaden einstehen wird“, sagte die BMW-Sprecherin. Darüber hinaus könne man keine Details nennen.

Lieferprobleme bei Zulieferer in Italien

Lieferant Bosch wiederum hat mit Problemen bei einem italienischen Zulieferer zu kämpfen: „Bosch beliefert BMW mit elektrischen Lenkungen. Ein wesentliches Bauteil der Lenkung ist das Gehäuse, das Bosch von einem Zulieferer aus Italien bezieht. Bei diesem Zulieferer kommt es derzeit zu Lieferproblemen“, teilte eine Bosch-Sprecherin gegenüber LOGISTIK HEUTE mit. Man arbeite mit Hochdruck gemeinsam mit dem Kunden BMW und dem Zulieferer in einer Sondergruppe daran, „die Lieferengpässe schnellstmöglich zu beenden und die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten“, so die Bosch-Sprecherin weiter. Die Mitarbeiter von Bosch seien auch vor Ort in Italien.


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(Foto: BYD)
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