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Güterverkehr: Katar-Krise könnte Frachtbereich schaden / Aktualisierung

Luftweg besonders betroffen.


Wie die amerikanische Online-Plattform „The Loadstar“ berichtet, könnte das anhaltende Embargo, das verschiedene Golfstaaten gegen Katar verhängt haben, insbesondere dem Frachtbereich des Landes schaden.

Einschränkungen treffen Luftfracht

Demnach sind alle drei Airlines des Golfstaates von den Einschränkungen der Nachbarländer Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Ägypten, dem Jemen und Libyen betroffen. Insbesondere Qatar Airways könnte nach Angaben des Onlineportals durch die Sanktionen Schaden nehmen, weil es den Luftraum der Nachbarländer nicht nutzen darf. Experten zufolge könnte dies zu längeren Flugzeiten und höheren Treibstoffkosten führen. Wie Qatar Airways in einer Notiz auf seiner Homepage bekannt gab, wurden Flüge in die Nachbarländer Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain sowie Ägypten vorerst eingestellt.

Auf Kooperation angewiesen

Der Staat am Persischen Golf ist in Bezug auf sein Frachtgeschäft auf die Kooperation mit seinen Nachbarn angewiesen. „The Loadstar“ zufolge erfolgt mehr als die Hälfte der Lebensmitteltransporte im Nahen Osten über Doha. Größter Importeur dieser Warengruppe sind die Vereinigten Arabischen Emirate.

Auch Land- und Wasserweg dicht

Das Embargo der Golfstaaten gegen Katar betrifft nicht nur den Luftfrachtbereich. Auch die Grenzen auf dem Land- und Wasserweg können nach Medienberichten bis auf Weiteres nicht genutzt werden. Allein über die Landesgrenze von Katar werden täglich bis zu 800 Lkw-Ladungen transportiert.

Vorwurf terroristischer Verbindungen

Katar werden von seinen Nachbarländern Verbindungen zu terroristischen Vereinigungen vorgeworfen. Zudem sehen die arabischen Staaten das Verhältnis des Landes zum Iran als kritisch an. Katar wiederum weist Medienberichten zufolge bis jetzt alle Vorwürfe als unbegründet zurück.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hieß es, dass Qatar Airways keine Frachtflüge mehr über Doha abwickelt. Das ist falsch. Tatsächlich werden nur bestimmte Nachbarländer nicht mehr angeflogen. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.


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