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CPO Gipfel 2017: Digitale Transformation fordert Einkäufer heraus

Führungskräfte diskutierten in Berlin über Innovationen und Strategien im Einkauf.


Auf dem Chief Procurement Officer (CPO) Gipfel 2017 haben sich Mitte Juni in Berlin Experten über Strategien und Innovationen im Einkauf ausgetauscht. Auf Einladung des Veranstalters Marcus Evans sprachen die Teilnehmer über Themen wie den Erfolgsfaktor Stakeholder Management, mitarbeiterzentrierte Ansätze für die Weiterentwicklung des Einkaufs oder die Herausforderungen für operative und strategische Einkäufer durch die digitale Transformation.

Partnerschaften zukunftsfähig gestalten

In der Podiumsdiskussion zu „Partnerschaften für die Zukunft“ ging es darum, wie sich ein stabiles, langfristig ausgerichtetes Lieferantennetzwerk aufbauen lässt. Matthias Krause-Uhrmann, ehemaliger Director, Prokurist und CPO beim Energieunternehmen BP Europa SE, wies darauf hin, dass ein Lieferantennetzwerk auf Basis von Vertrauen und Zutrauen erstrebenswert sei. Wenn man alternative Vorschläge von Zulieferunternehmen in der Beschaffung erbete, sollte man auch die Wertschätzung dafür zeigen und Feedback geben, nannte er als wichtiges Beispiel. Benjamin Siedhoff, Head of Procurement & Materials Management beim Modehändler Takko Holding GmbH, betonte die Bedeutung der gegenseitigen Vertrauenswürdigkeit. Der persönliche Kontakt zu den Lieferanten sei bei bestimmten Warengruppen auch in Zeiten der Digitalisierung nach wie vor „extrem wichtig“. Und Alexander Tietz, Leiter Einkauf beim Energieunternehmen Gazprom Germania GmbH, unterstrich, dass es in Bezug auf ein stabiles Lieferantennetzwerk entscheidend sei, „gemeinsamen Nutzen zu schaffen“.

Brückenbauer zu Lieferanten und Bedarfsträgern

Was der zweitägige CPO Gipfel 2017, der von Matthias Pieringer, stellvertretender Chefredakteur LOGISTIK HEUTE, moderiert wurde, insgesamt zeigte: Der Einkauf muss künftig noch stärker seine Rolle als Brückenbauer zu Lieferanten und Bedarfsträgern im Unternehmen wahrnehmen und sich intern und extern als Innovationstreiber positionieren. In Sachen Digitalisierung muss man das richtige Maß an Standardisierung in der Beschaffung finden. Und es gilt auch, Einkäufer von operativen Routineaufgaben zu entlasten, um Ressourcen für besonders wertschöpfende strategische Tätigkeiten frei zu bekommen. Nicht zuletzt sind die Einkäufer in den Veränderungsprozessen in hohem Maße als Führungskräfte gefragt.


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(Foto: Matthias Pieringer)
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